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Thongefässe in Glas imitirt, fallen nur zu häufig in
die Augen.
Man wird diese Bemerkung verschiedentlich machen
können, nur dass sie sich bei anderen Industriezweigen,
wo die Gegenstände nicht so bei einander stehen, nicht
so schnell und auffallend ins Auge drängt. Wer trotzdem
zu vergleichen trachtet, der findet bald, wo das Neue
und Bessere sich eingebürgert hat, wo das Alte von
der Reform noch unberührt geblieben oder wo gar
ganze Lücken vorhanden sind. Würde man die Thonwaaren,
welche man in der Rotunde unter Zwirn und
Kerzen, Kanonen und Blasinstrumenten, Bleistiften und
Eisengeräth aufsuchen muss, beisammen sehen, so würde
wohl der erste Eindruck der sein, dass das ganze Genre
der Kunstfaiencen, das sich in England, Frankreich und
Italien binnen wenigen Jahren so grossartig entwickelt
hat, so gut wie ganz und gar fehlt und dass Oesterreich
hierin selbst hinter Schweden, Portugal und Belgien
zurücksteht. Was die Znaimer Fabriken und de
Cente versucht haben, das sind die allerbescheidensten
Anfänge ; so rühmenswerth sie immerhin sind, so verschwinden
sie vor der Production der genannten Staaten,
welche eine grosse Anzahl eminenter Künstler
beschäftigt.
Die künstlerischen Arbeiten in gebranntem Thon
sind bei uns in Oesterreich vorwiegend Porzellane, und
da ist es auch nur eine Fabrik, welche mit Entschiedenheit
den neuen Weg zu betreten scheint, das ist
die Schlaggenwalder von Haas und Czizek. Andere
beginnen wenigstens mit einzelnen richtigen Arbeiten,