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MAK

Full text : Die Kunstindustrie auf der Wiener Weltausstellung 1873

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Thongefässe  in  Glas  imitirt,  fallen  nur  zu  häufig  in
die  Augen.
Man  wird  diese  Bemerkung  verschiedentlich  machen
können,  nur  dass  sie  sich  bei  anderen  Industriezweigen,
wo  die  Gegenstände  nicht  so  bei  einander  stehen,  nicht
so  schnell  und  auffallend  ins  Auge  drängt.  Wer  trotzdem
zu  vergleichen  trachtet,  der  findet  bald,  wo  das  Neue
und  Bessere  sich  eingebürgert  hat,  wo  das  Alte  von
der  Reform  noch  unberührt  geblieben  oder  wo  gar
ganze  Lücken  vorhanden  sind.  Würde  man  die  Thonwaaren,
  welche  man  in  der  Rotunde  unter  Zwirn  und
Kerzen,  Kanonen  und  Blasinstrumenten,  Bleistiften  und
Eisengeräth  aufsuchen  muss,  beisammen  sehen,  so  würde
wohl  der  erste  Eindruck  der  sein,  dass  das  ganze  Genre
der  Kunstfaiencen,  das  sich  in  England,  Frankreich  und
Italien  binnen  wenigen  Jahren  so  grossartig  entwickelt
hat,  so  gut  wie  ganz  und  gar  fehlt  und  dass  Oesterreich ­
  hierin  selbst  hinter  Schweden,  Portugal  und  Belgien ­
  zurücksteht.  Was  die  Znaimer  Fabriken  und  de
Cente  versucht  haben,  das  sind  die  allerbescheidensten
Anfänge  ;  so  rühmenswerth  sie  immerhin  sind,  so  verschwinden ­
  sie  vor  der  Production  der  genannten  Staaten, ­
  welche  eine  grosse  Anzahl  eminenter  Künstler
beschäftigt.
Die  künstlerischen  Arbeiten  in  gebranntem  Thon
sind  bei  uns  in  Oesterreich  vorwiegend  Porzellane,  und
da  ist  es  auch  nur  eine  Fabrik,  welche  mit  Entschiedenheit ­
  den  neuen  Weg  zu  betreten  scheint,  das  ist
die  Schlaggenwalder  von  Haas  und  Czizek.  Andere
beginnen  wenigstens  mit  einzelnen  richtigen  Arbeiten,
            
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