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MAK

Full text : Die Kunstindustrie auf der Wiener Weltausstellung 1873

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Als  daher  1851  auf  der  Londoner  Ausstellung  der
Orient  zum  ersten  Male  in  einiger  Uebersichtlichkeit
sich  zeigte,  war  er  eine  ganz  neue  und  eigenthümliche
Erscheinung.  Das  Publikum  verstand  ihn  nicht  und  betrachtete ­
  ihn  als  etwas  ganz  Fremdartiges  wie  mit  erstaunten ­
  Kinderaugen.  Dass  in  der  That  er  es  war,
der  in  gewissen  Zweigen  der  Kunstindustrie  allein  die
richtigen  Grundsätze  besass,  dass  er  allein  es  war,  der
Farbe  hatte  und  uns  Farbe  lehren  konnte,  und  nicht
der  vielgepriesene  französische  Geschmack,  das  ahnten
damals  nur  noch  wenige  Künstler  und  Kunstfreunde.
Indessen  war  der  Orient  eine  interessante  Erscheinung
geworden,  etwa  wie  ein  berühmter  Fremdling,  und  das
Interesse  wuchs  von  Ausstellung  zu  Ausstellung.  Zur
ersten  Frage  des  Industriellen,  was  können  wir  exportiren
  in  den  Orient,  gesellte  sich  nach  und  nach  die
zweite,  was  können  wir  von  ihm  lernen  und  für  unsere
eigenen  Arbeiten  verwerthen.  So  drang,  während  die
Hauptgedanken  des  Geschäfts  immer  dem  Export  zugekehrt ­
  standen  und  es  noch  heute  sind,  der  Orientalismus ­
  langsam  zuerst  in  die  Teppiche,  dann  auch  in
andere  Industriezweige  ein,  und  heute,  auf  unserer  gegenwärtigen ­
  Ausstellung,  begegnen  wir  ihm  schon  fast
auf  Schritt  und  Tritt  in  der  europäischen  Industrie,  in
Geweben  aller  Art  ,  in  Faiencen  und  Porzellanen,
Bronzen  und  Emails,  Schmuckgegenständen  u.  s.  w.
Unter  diesen  Umständen  muss  uns  die  Ausstellung
des  Orients  selbst  doppelt  bedeutsam  erscheinen.  Die
Aufmerksamkeit  und  Wissbegierde  ist  aller  Orten  er-
            
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