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Als daher 1851 auf der Londoner Ausstellung der
Orient zum ersten Male in einiger Uebersichtlichkeit
sich zeigte, war er eine ganz neue und eigenthümliche
Erscheinung. Das Publikum verstand ihn nicht und betrachtete
ihn als etwas ganz Fremdartiges wie mit erstaunten
Kinderaugen. Dass in der That er es war,
der in gewissen Zweigen der Kunstindustrie allein die
richtigen Grundsätze besass, dass er allein es war, der
Farbe hatte und uns Farbe lehren konnte, und nicht
der vielgepriesene französische Geschmack, das ahnten
damals nur noch wenige Künstler und Kunstfreunde.
Indessen war der Orient eine interessante Erscheinung
geworden, etwa wie ein berühmter Fremdling, und das
Interesse wuchs von Ausstellung zu Ausstellung. Zur
ersten Frage des Industriellen, was können wir exportiren
in den Orient, gesellte sich nach und nach die
zweite, was können wir von ihm lernen und für unsere
eigenen Arbeiten verwerthen. So drang, während die
Hauptgedanken des Geschäfts immer dem Export zugekehrt
standen und es noch heute sind, der Orientalismus
langsam zuerst in die Teppiche, dann auch in
andere Industriezweige ein, und heute, auf unserer gegenwärtigen
Ausstellung, begegnen wir ihm schon fast
auf Schritt und Tritt in der europäischen Industrie, in
Geweben aller Art , in Faiencen und Porzellanen,
Bronzen und Emails, Schmuckgegenständen u. s. w.
Unter diesen Umständen muss uns die Ausstellung
des Orients selbst doppelt bedeutsam erscheinen. Die
Aufmerksamkeit und Wissbegierde ist aller Orten er-