I.
Einleitung.
Die Reform der modernen Kunstindustrie in ihrer äusseren
Geschichte.
Grosse Ereignisse werfen ihre Schatten vorauf,
die mitunter recht deutlich und greifbar sind. Die Ereig
nisse entstehen ja nicht plötzlich oder aus dem Nichts;
sie haben ihre Vorbedingungen, ihre Vorgeschichte, aus
denen sie uns erst verständlich werden.
So ist es auch bei dieser Weltausstellung und so
bei dem, was sie uns vor Augen führt. Sie ist nichts
Neues, nichts Unerhörtes, nicht über Nacht aus dem
Boden gewachsen, nicht fertig dem einen Kopfe ent
sprungen. Die fünfte oder sechste in der Reihe gleich
artiger Unternehmungen ruht sie auf den Erfahrungen
ihrer Vorgänger, und sie speciell hat noch ihre Vor
geschichte, die in eine gute Anzahl von Jahren zurück
reicht.
Ohne Frage bringt sie uns viel Neues, aber dieses
ist nicht in dem Sinne neu, als ob es unvermittelt,
ohne Verbindung mit der Vergangenheit entstanden sei.
Was dem profanum vulgus als überraschend, als un
erhört und ungesehen erscheinen mag, das ist dem
Falke, Kunstindustrie. \