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gekommen ist, so liegt das in Gründen, die wir schon
früher angedeutet haben.
Der heutige Perser aber ist künstlerisch nicht
mehr der Perser von ehedem. Vieles, was wir von
älterer Kunst, d. h. aus dem Mittelalter und später,
noch heute im Orient bewundern, ist persische Arbeit,
auch weit ausserhalb der Grenzen dieses Landes; vieler
Orten haben persische Künstler gebaut und decorirt
und waren Kopf und Hand in den Kunstwerkstätten.
Heute haben sie vieles verlernt und was sie noch ar
beiten — immer noch das Beste diesseits der Grenze
Indiens das reicht bei weitem nicht mehr an -ihre
alten Leistungen hinan. Ihre Teppiche, ihre Seiden
stoffe, ihre Metallarbeiten sind schwächer geworden,
von ihren Faiencen sehen wir gar nichts mehr, und
doch ist und bleibt uns das Land mit seinen künst
lerischen Arbeiten in hohem Grade interessant.
Wir haben schon angedeutet, worin die Specia-
ütät der persischen Stilart im Gegensatz gegen die
\oi dei -Asiens hauptsächlich besteht, nämlich in einer
i eichen und mehr unserer naturalistischen Art sich an
nähernden Verwendung der Blume. Am weitesten geht
der persische Künstler darin bei seinen kleinen Lack
malereien auf Kästen und Buchdeckeln, deren farbiger
und blumiger Effect mitunter höchst reizend ist. Im
mer aber ist die letzte Grenze zum Naturalismus, zur
vollen Reliefdarstellung nicht überschritten. Die per
sische Art bleibt immer stilvoll, wenn sie sich auch
noch so sehr der Natur zu nähern scheint.