ihresgleichen in den alten illustriften Manuscripten,
die in ihrer Nähe ausgestellt sind. Eine selbstständige,
rein geometrische Ornamentation im Miniaturstil zeigen
die kleinen Kasten, Deckel und verschiedenes andere
derartige Geräth, das mit der sogenannten Stiftmosaik
bedeckt ist. Es ist diese Technik aber nicht original
persisch, sondern den Persern von Bombay gekommen
und den Indiern ist sie aus Florenz zugebracht worden.
Dagegen sind eine Anzahl zur Decoration der Wand
bestimmte glasirte Fliesen mit Figuren und Arabesken
und mit metallisch reflectirendem Glanze echt persisch,
nur sind es leider alte, vielleicht sehr alte Gegenstände.
Das moderne Persien hat nichts dergleichen zur Aus
stellung gebracht und konnte es auch nicht, weil derlei
als heutige Arbeit schwerlich noch existirt.
Wie Persien mit seiner Kunst und seinem Kunst
stil die Nachbarländer beherrscht hat, das erkennt man
an dem, was Russland aus seinen innerasiatischen Län
dern an künstlerischen Arbeiten uns vor Augen führt.
Sie bilden namentlich in Schmuckgegenständen und
interessanten Thongefässen eine willkommene Ergän
zung zur persischen Ausstellung. Unter den ersteren
fällt insbesondere die reiche Verwendung der Türkisen
auf, die in Persien heimisch sind und von persischen
Goldschmieden in früheren Zeiten wahrhaft künstlerisch
verwerthet wurden. Auch das scheint heute vorbei zu
sein. Die Gewebe und Stickereien sind zum Theil
etwas bedenklicher Art, da sie von einer »Fabrik orien
talischer Stoffe und Bekleidungsgegenstände» in Peters
burg ausgestellt sind.