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MAK

Full text : Die Kunstindustrie auf der Wiener Weltausstellung 1873

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noch  etwas  zu  denken  gehen.  Auen  die  Stickereien,  insbesondere ­
  die  mit  verschiedenartigem  Golde,  obwohl
in  der  Zeichnung  meist  sehr  barock,  fesseln  durch  ihren
Effect  und  ihre  bewundernswürdige  Ausführung,  während ­
  die  grossen  bunten  Seidendecken  mit  prachtvollen,
farbenreichen  Vögeln  und  Blumen,  nicht  minder  trefflich ­
  ausgeführt,  schon  vielfach  europäischen  Einfluss
erkennen  lassen.  Immerhin  wünschen  wir  unseren
Damen  diesen  Farbengeschmack.  Auch  eine  Anzahl
Schmuckarbeiten  in  Gold  wie  in  Silber  mit  äusserster
Zierlichkeit  der  Arbeit  und  feinem  Filigran,  das  zwischen ­
  seinen  silbernen  Fäden  farbiges  Email  zeigt,  reihen
wir  den  guten  Arbeiten  Chinas  an.
Dagegen  die  chinesischen  Lackarbeiten,  dünne,
zieiliehe,  wie  mit  der  Feder  gemachte  Zeichnungen  in
verschiedener  Goldfarbe  auf  schwarzem  Grund,  sind  unbedeutend ­
  und  reizlos  geworden  und.  stehen  weit  hinter ­
  den  japanischen  Arbeiten  zurück.  Die  Elfenbeinschnitzereien ­
  sind  geschickt  wie  ehedem,  aber  man  sieht
sich  satt  an  den  barocken  Figuren  und  der  Künstlichkeit ­
  der  in  einander  beweglichen  durchbrochenen  Kugeln. ­
  Möbel,  die  für  den  europäischen  Gebrauch  hergerichtet ­
  sind,  sieht  man  ziemlich  zahlreich  und  man
bewundert  eine  Zeitlang  die  Trefflichkeit  der  geschnitzten ­
  Ornamente,  aber  diese  Vermischung  und  Verquickung ­
  europäischer  Rococoformen  mit  zopfigem
chinesischen  Detail  ist  widerwärtiger  noch  als  die  chinesischen ­
  Bizarrerien  für  sich  allein.  Diese  haben  wenigstens ­
  ethnographisches  Interesse  und  man  kann  sie
mit  Humor  betrachten.  Leider  sind  auch  die  chinesi-
            
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