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ben wird. Das ist die Bedeckung von Porzellangefässen
mit wirklichem Email cloisonne, so dass das letztere
hier völlig an die Stelle des Porzellans getreten ist.
Die ersten kleinen Stücke kamen vor drei oder vier
Jahren, damals noch ganz unbekannt, zu uns nach
Europa. Hier in der Ausstellung sehen wir eine ganze
Reihe Theetassen dieser Art.
Der Zellenschmelz, der in China sich in ein gemaltes
Email auf meist blauem Grunde von sehr unsolider
Art verwandelt hat, ist ebenfalls in Japan in
Uebung geblieben. Es ist genau dieselbe Technik wie
bei den altchinesischen Cloisonnes, aber der Anblick
ist ein anderer, weil das Colorit bei den chinesischen
aus dem Dunkelblauen geht, bei den japanischen aus
dem Grünen. Jene, die altchinesischen, sind ohne Frage
schöner.
Den dritten grossen Industriezweig Japans, oder
den vierten, wenn man neben Metallen und Porzellanen
die Lackarbeiten hinzurechnet, bildet die textile Kunst.
Sie zeigt am glänzendsten den decorativen Geschmack
der heutigen Japaner, sie zeigt ihn mit mehr Gold und
bunten Farben, aber minder harmonisch als die indischen,
dass sie als zu bunt erscheinen, bei anderen
aber wieder ist das Gold nur so sparsam angewendet
und die Farbentöne so gebrochen, dass die zarteste,
'massvollste Harmonie sich bildet. In diesem Fall ist
auch das Ornament-sehr bescheiden gehalten, selbst
wenn es barocker Weise in regelmässiger Wiederkehr
allerlei komische Figuren mit Masken und Fratzen
oder auch verschiedene Schiffe in vollen Segeln und