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MAK

Full text : Die Kunstindustrie auf der Wiener Weltausstellung 1873

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mal  seine  Erfolge  bewährt.  Getragen  allerdings  von
der  tieferen  Strömung,  aber  im  Widerspruche  mit  dem
Geschmacke,  der  auf  der  Oberfläche  herrschte,  hat  er
diesen  Geschmack  zur  Umkehr  gezwungen  und  in  seine
Bahn  eingelenkt.  Auch  jetzt  noch  ist  Dr.  Salviati,
dessen  Ausstellung  einen  der  Glanzpunkte  der  italienischen ­
  Abtheilung  bildet,  bemüht,  der  Glasfabrication
stets  neue  Seiten  abzugewinnen  und  ihr  Gebiet  zu  erweitern. ­

Wir  wissen  jetzt,  von  welchem  Standpunkt  aus
wir  die  venezianischen  Glasarbeiten  zu  betrachten  haben
Es  ist  zunächst  in  allen  Gefässen  die  leichte,  elegante’
zierliche  Form,  welche  den  Hauptcharakterzug  abgibt!
Dass  sie  nicht  überall  gelungen  ist,  versteht  sich  von
selbst,  um  so  mehr  als  der  Einfluss  der  ausführenden
Hand  hier  ein  weit  grösserer  ist  als  bei  dem  geschliffenen ­
  Glase.  Sodann  versieht  sich  das  venezianische
Glas  vermöge  seiner  Ductilität,  seiner  Ziehbarkeit  und
Zähigkeit  im  weichen  Zustande,  mit  allerlei  angeschmolzenem ­
  Zierath,  der  zuweilen  auch  als  Ständer  dient
Dieser  Zierath  erhöht  den  Reiz  der  ».Flügelgläser«,  aber
er  kann  auch  zu  übertriebenen,  unschönen  Künsteleien
führen,  deren  wir  mannigfache  Beispiele  in  der  italienischen ­
  Glasausstellung  finden.  Zum  dritten  ist  es  die
Farbe,  welche  einen  Hauptreiz  des  venezianischen  Glases
bildet,  und  zwar  nicht  mit  Malerei,  sondern  rein  decorativ.
  Entweder  ist  das  Glas  in  der  ganzen  Masse  gefärbt
 ,  meist  edelsteinartig  und  so,  dass  das  durchscheinende ­
  Licht  stets  mitspielt  und  die  herrlichsten  Effecte
hervorruft,  z.  B.  mit  dem  sehr  häufig  verwendeten
            
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