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Glases als materielles Ideal und zum zweiten die Decoration
und wenigstens die Formgebung durch den Schliff
nach dem Muster der zum Theil so wundervollen echten
Krystallgefässe des 16. Jahrhunderts. Das böhmische
Krystallglas hat auch nach manchen Versuchen und
Wandlungen diesen Charakter bewahrt: es strebt stets
nach möglichster Reinheit und Farblosigkeit. In dieser
letzteren Beziehung weicht nur das englische Glas von
dem böhmischen eigenthümlich ab und darauf gründet
sich stofflich wie künstlerisch der Unterschied. Das
englische Glas, das sogenannte Flintglas, ist bleihaltig
und erlangt dadurch die Eigenschaft, bei krystallinischen
Formen in den prismatischen Farben gleich dem
Diamanten zu spielen. Ohne Frage ist das decorativ
^ ein Reiz, da ein anderer und grösserer Effect als mit
dem einfachen Bergkrystall dadurch ei zielt werden
kann: Geräth von dieser Art überstrahlt die Tafel mit
farbigen Lichtern, statt mit weissen Reflexen. Die
Engländer haben daher auch diese Eigenschaft ihres
Glases in ganz rationeller Weise zur Decoration ausgebeutet.
Die Ausstellung der englischen Glasfabrikanten,
unter denen James Green neben Pellat (St Wood,
Daniell & Son und Copeland hervorragt, ist nicht gross,
aber sie genügt völlig, alle Eigenthümlichkeiten kennen
zu lernen, und sie enthält ganz ausserordentlich schöne
Arbeiten. Gleich in der erwähnten Art der farbigen
Decoration können wir einen Fortschritt sehen. Dieses
decorative Princip nämlich hebt in gewissem Sinne die
Form auf, einmal, indem es die Flächen wie mit