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Full text: Die Kunstindustrie auf der Wiener Weltausstellung 1873

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der griechischen Thonvasen zum Vorbilde gedient haben, 
während die Ornamentation in den meisten Fällen in 
leichten, zierlichen Blätter- und Blumenkränzen be 
steht. Die Ausführung dieser Ornamente ist eine 
doppelte, entweder durch den Schliff, und das ist 
die bei weitem kostbarere Art, oder durch Aetzung. 
Letztere Art ist in Frankreich und England sehr viel, 
in Böhmen aber sehr wenig oder gar nicht angewen- 
det. Nun ist sie allerdings in gewisser Weise einfacher 
und billiger, künstlerisch aber kann sie niemals die 
Schleifung ersetzen, niemals die gleiche Feinheit und 
Delicatesse, den gleichen Reiz für ein Auge er 
reichen, das sich nicht mit relativem Effect begnügt, 
sondern das Vollkommenste verlangt. Daher denn auch 
die Engländer, wenn es sich wirklich um etwas Gutes 
handelt, sich des Schliffs bedienen und nicht der 
Aetzung, oder neuerdings, wie es Pellat & Wood ver 
suchen, die Aetzung durch Schliff zu vervollkommnen 
trachten. Es ist nicht der Werth gehöht, weil das 
Eine mehr Handarbeit, das Andere mechanisch ist, 
sondern die Mechanik erreicht eben nicht die Leistung 
der virtuosen Hand und bleibt roh in ihrem Resultat. 
Möglicherweise wird auch die Aetzung, die für den 
Arbeiter ihre unangenehme Seite hat, alsbald durch 
die neue amerikanische Erfindung ersetzt, durch das 
sog. Sandgebläse, welches durch angeblasenen Sand 
die Zeichnung oder den Grund ausschleift. 
In diesen beiden Decorationen ist eigentlich die 
ganze Kunst der englischen Glasindustrie enthalten. 
Was sie uns sonst noch zeigt, das ist entweder als
	        
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