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Zeichnungen herrühren, gelingen kann. Da die Gegen
stände mit der gleichen Vollkommenheit und Feinheit
ausgeführt sind (der Schliff von Eisert in der Raffinir-
anstalt Lobmeyrs, die Metall- und Emailarbeit von
Ratzersdorfer), da auch das Material aus der Fabrik
von Meyrs Neffen das beste ist, was heute geschaffen
wird, so tragen wir gar kein Bedenken, diese Arbeiten
als das Schönste und Edelste zu bezeichnen, was die
moderne Glasindustrie, soweit die Ausstellungen uns
ein Urtheil gestatten, Frankreich und England nicht
ausgenommen, geleistet hat.
Es ist bei diesem Service für denjenigen, der
decorative Finessen beachtet, noch Eines zu bemerken.
Aul den meisten anderen ähnlichen Arbeiten sind die
Verzierungen jeder Art durchgängig matt geschliffen,
wodurch sie vom blanken Grund sich stärker abheben,
aber auch die Eigentümlichkeit des Krystalls, den
Glanz und das Licht, einbüssen. Hier sind sie wie auf
den alten Krystallen im sogenannten polirten Schliff
gehalten, d. h. sie sind in allen ihren Tiefen auspolirt
wie die Oberfläche, wodurch einerseits das Lichterspiel
\iel feiner, zarter und reizender, andererseits die pla
stische Bewegung in der Frucht, im Blatt, in der
Figur, mögen sie noch so klein sein, unendlich leben
diger geworden. Nur so erkennt man erst die Feinheit
der Zeichnung und die Vortrefflichkeit der Arbeit. Es
werden sich wenige Kunstschleifer in den böhmischen
Fabriken finden, welche den Schliff so wie Eisert aus
zuführen vermocht hätten.