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in der Ausstellung Ginori’s wiedererkennt. Aber die
Fabrik ist nicht dabei stehen geblieben, sondern zu
Neuerungen fortgeschritten, indem sie moderne Malereien
jeglicher Art, Landschaften, Jagden, Sport, Genrescenen,
auf Vasen, Teller und Gefässe angebracht hat. Es
lässt sich an sich nichts dagegen einwenden, wenn die
Malereien in ihrer ganzen Art so einfach und decorativ
bleiben, wie bei den alten Vorbildern; wir finden daher
unter den Neuerungen auch gelungene Arbeiten. Wenn
aber die Gemälde mit der modernen Naturwahrheit
wie Oelgemälde ausgeführt sind, so gerathen sie mit
ihrem Zwecke und ihrer Anwendung auf Gefässformen
von bestimmter Art in Widerspruch und dieser Widerspruch
macht sich um so unangenehmer geltend, je
mehr Kunst eigentlich aufgewendet worden. Daher
kommt es, dass gerade die grossen Prachtstücke, welche
die kunst- und effectvollsten sein sollen, den unbefriedigendsten
Eindruck machen. Unsere modernen Fabriken,
denen so viele technische Hülfsmittel geboten sind,
finden so selten die Grenzen des Schönen.
Was uns sonst Europa noch von F’aiencen bringt,
das ist entweder wie die schwedischen schon zur Genüge
besprochen worden oder es beschränkt sich auf blosse
Versuche. In diese Classe haben wir die Österreichischen
Faiencen zu reihen, die Arbeiten von Decente in Neustadt
und die von Klammert und Slovak in Znaim.
Letztere namentlich, denen das Delfter Geschirr als
Muster zu Grunde liegt, können folgenreich werden,
aber sie bedürfen vor allem künstlerischer Unter-