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MAK

Full text : Die Kunstindustrie auf der Wiener Weltausstellung 1873

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überhaupt  in  erster  Linie  vor  allen  übrigen  Staaten.
Daneben  aber  zeigt  Italien  noch  manche  andere,  bereits
altbekannte  und  ihm  eigenthümliche  Species  von  Schmuckgegenständen, ­
  vor  allen  seinen  kleinen  Mosaikschmuck
und  seine  als  Schmuck  gefassten  Cameen.  Auf  jene
Arbeiten,  als  einen  Zweig  der  Mosaik  bildend,  kommen
wir  noch  später  insbesondere  zu  sprechen.  Beide
Zweige,  Mosaik  und  Cameen,  haben  durch  das  Studium
des  antiken  Goldschmuckes  insofern  gewonnen,  als  ihre
Goldfassung  bei  weitem  zierlicher  und  angemessener
geworden  ist.  Sodann  erscheint  noch  als  Eigenthümlichkeit
  Italiens  der  Korallenschmuck,  um  so  mehr
italienisch,  als  zu  diesem  Schmuck,  soll  er  seine  rechte
angemessene  Wirkung  üben,  ein  brauner  Nacken  und
schwarzdunkles  Haar  gehören.  Es  ist  kein  Schmuck
für  die  blonde  Race.  Prüfen  wir  kritisch  die  Gegenstände, ­
  die  uns  von  mehreren  Korallenfabrikanten  ausgestellt ­
  sind,  so  werden  wir  auch  hier  die  Bemerkung
machen,  dass  der  unregelmässig  componirte  und  zusammengesetzte ­
  Schmuck  eine  bei  weitem  bessere  Wirkung
macht  als  der  regelmässige,  bei  dem  die  Koralle  etwas
von  ihrer  ursprünglichen  Form  behalten  hat.  Wir
können  uns  auch  auf  den  Korallenschmuck  der  Lady
Dudley  im  Kasten  von  Hancock  berufen.  Endlich  haben
wir  als  italienischer  Specialität  noch  des  populären
Filigranschmuckes  zu  gedenken,  dessen  Hauptsitz  heute
Genua  ist.  Eine  reiche  Ausstellung  lässt  uns  erkennen,
wie  diese  Arbeiten  aus  gebogenen  und  gekörnten,  auch
vergoldeten  Silberfäden,  die  vor  wenigen  Jahren  nur
noch  Volksschmuck  waren,  heute  zum  Industriezweige,
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