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Wenn wir auch mit der Art, wie es geschehen, nicht
ganz einverstanden sind, so betrachten wir das doch
entschieden als einen Fortschritt, speciell für Berlin,
das bis dahin mit seinen Silberarbeiten sculpturalen
Classicismus trieb und aller Farbe puritanisch entsagte.
Auch Kreling hat seinen schönen Tafelaufsatz
mit Recht, wenigstens zum Theil, vergoldet. Das
Gold wirft einen warmen Flauch auch über das graue
Silber und gibt dem Ganzen eine malerische, farbige
Erscheinung. Zum schweren Ton des oxydirten
Silbers sollte immer eine theilweise Vergoldung hinzutreten.
Die Franzosen haben aber diesmal einen anderen
Weg versucht, dem Silber Reiz und Wärme zu geben,
ohne seine Eigenthümlichkeit zu zerstören, und wie
uns scheint, haben sie damit das Rechte getroffen.
Wir sagen: die Franzosen, sollten aber wohl besser
Christofle sagen, der allein mit seiner grossartigen
Ausstellung diesen Kunstzweig echt französisch zwar,
aber höchst glänzend vertritt. Natürlich finden sich
auch bei ihm Gegenstände von alter Art, polirt, mattirt,
oxydirt, aber eine grosse Anzahl anderer und besonders
der feinsten, mit getriebenen und ciselirten Reliefs geschmückten
Gegenstände überraschen durch einen hellen,
äusserst warmen und angenehmen Ton des Silbers.
Sieht man näher zu, so findet man wohl in den Tiefen
leichte Ueberreste von Vergoldung, je leichter, um so
angenehmer. Und so ist in der That dieser Ton des
Silbers erreicht worden: das ganze Gefass war vergoldet
und die Vergoldung ist wieder bis auf den