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Full text: Die Kunstindustrie auf der Wiener Weltausstellung 1873

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ein Resultat zu erlangen, das «die Bewunderung von 
Kindern oder Affen« findet, den Einsichtigen nur zum 
Bedauern oder zum Spotte reizt. 
Die Ausstellung Elkingtons lässt übrigens wiederum 
erkennen, was wir schon mehrfach bei den grossen 
englischen Industriellen bemerkten, das Streben, in 
jedem Genre zu arbeiten, und damit zugleich den Mangel 
an eigenem Stil und Geschmack. Wir finden ausser reich 
vertretenem Naturalismus das Griechenthum mit Imita 
tionen griechischer Vasengefässe, wir finden Renaissance 
Louis XVI. und Empire, das Chinesenthum in seinen 
Emails und endlich eine Menge Tischgeräth, das sich 
eben nur als modern bezeichnen lässt, ohne dass es 
sonst bestimmten Kunstcharakter trägt. Bei Hancock, 
dessen Bedeutung allerdings in den Juwelierarbeiten 
liegt, kommen dann noch Eulen, Bären und anderes 
Gethier hinzu, das mit abgenommenen Köpfen als Trink- 
gefäss oder sonstiges Geschirr dienen muss. Wer möchte 
leugnen, dass unter der Menge der Elkington’schen 
Arbeiten nicht manches Vortreffliche und Sehenswerthe 
wäre; vorragend an Kunstwerth als echte Goldschmieds 
arbeit ist aber nur Ein Gegenstand. Das ist die soge 
nannte Helikon-Vase, ein Tafelaufsatz, Musik und Poesie 
im Vereine vorstellend, nach einem Entwurf von Morel 
Ladeuil. Schon die Composition ist freier bewegt und 
abweichend von der Schablone der silbernen Tischdenk 
mäler, die Arbeit namentlich in den getriebenen Silber 
reliefs vortrefflich und eine reiche Decoration in silber 
nen und goldenen Tauschirungen auf schwarzem Stahl 
hinzugefügt. Das Ganze ist entschieden im Geist der 
Falke, kuustiudustrie. 22
	        
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