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ein Resultat zu erlangen, das «die Bewunderung von
Kindern oder Affen« findet, den Einsichtigen nur zum
Bedauern oder zum Spotte reizt.
Die Ausstellung Elkingtons lässt übrigens wiederum
erkennen, was wir schon mehrfach bei den grossen
englischen Industriellen bemerkten, das Streben, in
jedem Genre zu arbeiten, und damit zugleich den Mangel
an eigenem Stil und Geschmack. Wir finden ausser reich
vertretenem Naturalismus das Griechenthum mit Imita
tionen griechischer Vasengefässe, wir finden Renaissance
Louis XVI. und Empire, das Chinesenthum in seinen
Emails und endlich eine Menge Tischgeräth, das sich
eben nur als modern bezeichnen lässt, ohne dass es
sonst bestimmten Kunstcharakter trägt. Bei Hancock,
dessen Bedeutung allerdings in den Juwelierarbeiten
liegt, kommen dann noch Eulen, Bären und anderes
Gethier hinzu, das mit abgenommenen Köpfen als Trink-
gefäss oder sonstiges Geschirr dienen muss. Wer möchte
leugnen, dass unter der Menge der Elkington’schen
Arbeiten nicht manches Vortreffliche und Sehenswerthe
wäre; vorragend an Kunstwerth als echte Goldschmieds
arbeit ist aber nur Ein Gegenstand. Das ist die soge
nannte Helikon-Vase, ein Tafelaufsatz, Musik und Poesie
im Vereine vorstellend, nach einem Entwurf von Morel
Ladeuil. Schon die Composition ist freier bewegt und
abweichend von der Schablone der silbernen Tischdenk
mäler, die Arbeit namentlich in den getriebenen Silber
reliefs vortrefflich und eine reiche Decoration in silber
nen und goldenen Tauschirungen auf schwarzem Stahl
hinzugefügt. Das Ganze ist entschieden im Geist der
Falke, kuustiudustrie. 22