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Emails auf der in leichtem Relief gearbeiteten Silber
platte; auch mit diesem schwierigen Verfahren ist es
unseres Wissens bei blossen Versuchen geblieben.
Dagegen ist die zweite Art der Limosiner Schmelz
arbeiten, das gemalte Email auf Kupferplatten und
Kupfergefässen, dessen Blüthe in das sechzehnte Jahr
hundert fällt, von einzelnen Fabrikanten oder vielmehr
Künstlern bereits mehrfach in ausgedehnter Weise
geübt worden, wenn auch local und persönlich be
schränkt. Früher schon hatte Barbddienne die Grisaille-
Manier wieder aufgenommen, dann war es 1867 beson
ders Lepec von Paris, welcher mit höchst vollendeten
Arbeiten dieser Art, die aber auf Goldplatte ausgeführt
waren, allgemeine Bewunderung erregte. Lepec ist in
Wien nicht erschienen, aber ein anderer Emailleur,
A. Pottier, welcher uns in Gefässen, Tellern, Tafeln
mit Portraits u. s. w. eine grosse Anzahl höchst
vollendeter Emailarbeiten auf Kupfer vofführt. Wir
finden bei ihm jede Art des gemalten Limosiner Emails
vertreten, bis zu den Gegenständen mit weissen Relief
ornamenten, die man als die Decadence des siebzehnten
Jahrhunderts bezeichnet. Andere Arten, kleiner Email
schmuck auf Gold und Imitationen der weissgrundigen
chinesischen Emailteller erscheinen bei ihm auch mehr
wie Versuche.
Pottier ist in diesem Limosiner Email ziemlich
der Einzige auf der Ausstellung, nur bei dem viel
seitigen Christofle finden wir einige sehr schöne Portrait-
tafeln in farbigem gemalten Email. Kar] Flaas macht
ein paar ornamentale Versuche in kleinem Massstabe,