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Full text: Die Kunstindustrie auf der Wiener Weltausstellung 1873

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gar in dieser Kunst gesunken, während die Japaner den 
Zellenschmelz noch in der alten Art auf Kupfergefässen 
und, wie wir gesehen haben, selbst auf Porcellan aus 
üben. Vor allem aber sind es die Indier, welche von 
dem transluciden Email zur Verzierung goldener Schmuck 
gegenstände und anderer goldener Geräthe eine höchst 
ausgezeichnete und für unsere moderne Kunst sehr 
nachahmungswerthe Anwendung machen. Werke dieser 
Art von erstem Range sind freilich nicht auf unserer 
Ausstellung vorhanden, doch sind immerhin einige 
Armbänder und Colliers zu sehen, die uns von der 
Art und ihren Vorzügen eine Vorstellung geben. 
Von diesen indischen Schmuckgegenständen und 
ihrem Email könnten wir noch mancherlei lernen, ob 
wohl wir mit Vergnügen constatiren, dass bei dem 
modernen Schmuck die Verwendung des Emails und 
damit die farbige Erscheinung zunimmt. Wir haben 
unter den Franzosen schon der Firma von Pavillie 
und Pavie gedacht, als derjenigen, welche vorzugsweise 
das Email bei Bijouterien in Anwendung bringt; neben 
ihr steht Emile Philippe mit antiken, insbesondere auch 
ägyptisirenden Motiven und sodann sind es Italiener 
wie Castellani, welche bei ihren Goldarbeiten in antiker 
Art sich des Emails in der gleichen sparsamen Weise 
bedienen, wie es die Alten gethan zu haben scheinen. 
Wir können nur wünschen, dass ihr Beispiel Nachfolge 
finde und dazu beitrage, unseren ordinären Schmuck 
zu veredeln.
	        
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