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Beziehung kann man aber zu weit gehen und geht
auch zu weit. Der Effect ist keineswegs immer ein
günstiger. Da die Porzellanplatte nicht als regelmässige
Bildfläche, sondern nach den Umrissen des Gegenstandes,
sei es als Blume, sei es als Figur oder Wolke, in dem
dunklen, meist schwarzen Leder liegt, so erscheint die
Verbindung hart und anstössig, der Contour zu scharf
Umschnitten. Kaum besser ist man daran, wenn die
Malerei direct auf dem Leder als Grund ausgeführt
worden; die Harmonie ist schwer herzustellen und die
Malerei durch den Gebrauch des Gegenstandes stets
gefährdet. Die zahlreichen Arbeiten dieser Art bei
Weidman machen desshalb auch gerade keinen glück
lichen Eindruck.
Ueberhaupt muss sich die Österreichische Leder
arbeit —• und das war von Anfang an ihr Fehler —
vor zu weit gehender Anwendung ihres Materials und
seiner Verzierung hüten. In diese Classe übertriebener
und verfehlter Arbeiten gehören die mit schwarzen
Juchten überzogenen und mit farbigen Einlagen von
Blumen und Vögeln geschmückten Präsentirteller bei
Rodeck oder die mit dem gleichen Stoff umzogenen
Blumenvasen bei F. Neiber, welche Porzellan imitiren,
oder das grosse Lederblumenbouquet aus rothen Juchten
bei Weidman oder die Cabinetkästen, welche den Eben-
holzcabinets des sechszehnten und siebzehnten Jahr
hunderts nachgebildet sind. In dieser Beziehung muss
man aber einen Unterschied machen. Während bei
Johann Etz der ganze grosse Kasten allseitig sammt
aller Gliederung mit den schwarzen Juchten bedeckt