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Hand aufpressten, und durch Ausfüllung gewisser ornamentaler
Theile zwischen den Goldlinien mit Farbe
in sehr einfacher und bescheidener Weise. Einzelne
Büche.rsammler jener Zeit, unter denen der Franzose
Grollier mit dem ersten Namen hervorragt, sind durch
solche Einbände berühmt geworden. Manches davon
ist uns erhalten und wird von Bücherfreunden, die
stolz auf ihren Besitz sind, ungeachtet des im Vergleich
zu unseren Prachtdecken höchst unscheinbai en
Aeusseren mit tausenden von Francs gezahlt. Diese
solide, edle und rationelle Art der Lederveizierung
und des Bucheinbandes ist nach den alten Mustein
glücklicher Weise wieder in Mode gekommen oder
auf dem besten Wege dahin, sowohl in der einfacheren
Art der aus freier Hand aut das rothe,
braune, gelbe oder grüne Leder aufgedruckten Goldarabesken,
als der reicheren Art, welche Farben hinzufügt.
Die Neuerung ist von England und Frankreich
ausgegangen und dort auch heute noch am meisten
geübt. Der Londoner Buchbinder Zähnsdorf hat einen
kleinen Kasten mit höchst ausgezeichneten Leistungen
im Genre der Grollier’schen Einbände ausgestellt, von
verschiedener Art und zu den verschiedensten Preisen.
Es gibt deren zu zwölf und es gibt deren zu 1600
Gulden — ein enormer Preis für einen Buchdeckel,
der so einfach erscheint, wenn man ihn mit den Wiener
Prachthüllen von Adressen und Diplomen vergleicht,
und der dennoch bei weitem mehr Kunst,
mehr Geschmack, mehr Finesse der Arbeit enthält.