XXXIII.
Mosaik.
Mosaik ist die Kunst, ein hartes Material in ein
anderes, oder genauer und ursprünglicher, den Stein
in Stein zu setzen und durch Verkittung zu verbinden,
so dass eine Zeichnung auf der Fläche entsteht. Die
Mosaik tritt mit dieser Technik in Gegensatz zu der
Tauschir- und Damascirkunst, die ein Metall in ein
anderes einhämmert, zu dem Email, das seinen far
bigen Glasfluss dem Metall aufschmelzt, zu gewissen
Glasarten, die sich Anfangs musivisch zusammensetzen,
dann aber in eine Masse zusammengeschmolzen wer
den, und endlich zu den Marqueteriearbeiten, die sich
nur dadurch von der Mosaik unterscheiden, dass ihr
Material Holz oder Elfenbein bildet.
Heute ist die Mosaik wesentlich eine italienische
Kunst und auch im Alterthum und im Mittelalter war
es nicht viel anders.
Die antike Welt übte die Steinmosaik in höchst
ausgedehntem Masse und bediente sich ihrer im Grossen
zur Bedeckung der Fussböden mit reichen Mustern
und Zeichnungen in Ornamenten und Figuren. Be
kanntlich ist uns gerade in einer Fussbodenmosaik