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Full text: Die Kunstindustrie auf der Wiener Weltausstellung 1873

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das grossartigste Beispiel von antiker Malerei, die 
sogenannte Alexander-Schlacht, erhalten. Das Material 
dieser antiken Mosaikart bestand aus Stückchen von 
Marmor und anderen Steinen in mehr oder weniger 
regelmässigen Würfeln, die in eine Kittmasse einge 
drückt und mit Kitt an einander befestigt waren. Die 
Zeichnung erschien nur vollkommen von gewisser Ent 
fernung aus gesehen. Diese Art der Steinmosaik ist, 
man kann nicht sagen, verloren gegangen, da die Tech 
nik sehr einfach ist, aber völlig ausser Gebrauch ge 
kommen. Was sich davon als roher Ueberrest in tradi 
tioneller Uebung erhalten hat, das ist das sogenannte 
Terrazzo der Italiener, eine Fussbodenbedeckung aus 
unregelmässigen farbigen Marmorstückchen, die in die 
bindende Masse eingesetzt und geglättet werden. Die 
Zeichnungen, die sich mit ihnen h erstellen lassen, sind 
rein ornamentaler und höchst einfacher Natur. Auf 
der Ausstellung findet man ein Beispiel in der Vor 
halle des österreichischen Kaiserpavillons. Was diese 
Mosaik dem Alterthum leistete, geschieht heute durch 
die glasirten oder incrustirten Fliesen, da diese aber 
regelmässige Platten sind und auf sich selber Zeich 
nung und Malerei haben, so entfallen sie auch der 
Mosaik, welche sich aus einfarbigen Stücken zu 
sammensetzt. 
Das italienische Mittelalter hatte die Gewohnheit, 
Wände, Fussboden und Geräth der Kirchen mit far 
bigen Marmorplatten in einfachen Zeichnungen zu 
bedecken, wie z. B. zu Florenz in San Miniato und 
am Dom und sonst vieler Orten zu sehen ist. Auch
	        
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