mühsam, schwierig und erfordert die grösste Sorgfalt,
da es die Aufgabe ist, die Steine mit solcher Genauig
keit in einander zu fügen, dass auch nicht der kleinste
Zwischenraum offen bleibt und die Linien der Zusam
mensetzung verschwinden. Andererseits ist ästhetisch
auf schöne Harmonie der Farben, gute Zeichnung,
hübsches Muster zu achten. Die Schwierigkeit der
Technik aber erlaubt keine grosse Wahl der Gegen
stände und es erscheint daher der Umfang derselben
heute sehr beschränkt, so zahlreich noch die Schaar der
Künstler ist, die sich in Italien damit beschäftigen.
Die Collection von Arbeiten in dieser Mosaik,
die wir auf unserer Ausstellung sehen, ist wohl die
reichste, welche bisher eine Weltausstellung aufwies.
Es sind vorzugsweise Tischplatten, oval und eckig,
grösser und kleiner, und sodann Platten als Füllstücke
für Kasten und Kästchen. Blumenstücke in natura
listischer Haltung bilden das Hauptmotiv in Bouquets
und Kränzen, wozu sich Ornamente in verzopften
Schnörkeln gesellen. In dieser Beziehung, überhaupt
in der ornamentalen Verwerthung dieser Mosaik bleibt
Vieles zu wünschen übrig. Sonst sehen wir Stillleben
von Früchten, Musikinstrumenten und anderen Dingen,
was alles sich der Naturwahrheit nur bis zu einem
gewissen, sehr fernen Grade nähern kann. Für natu
ralistische Darstellung aber ist die Technik sehr unzu
länglich und sie thäte daher wohl besser, sich rein
decorative Ziele zu setzen, anstatt bestimmte Gegen
stände wiedergeben zu wollen. Kleine Costüm- und
Scherzfiguren geben auf Füllstücken oder Bildchen