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MAK

Full text : Die Kunstindustrie auf der Wiener Weltausstellung 1873

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insbesondere  Bilder,  theils  Copien  nach  berühmten  Gemälden, ­
  theils  Landschaften,  mit  gröberem  oder  feinerem ­
  Material.
Auf  der  Ausstellung  sehen  wir  aber  von  verschiedenen ­
  Künstlern  fast  allein  Schmuckgegenstände,  theils
mit  Figuren,  theils  mit  Landschaften,  theils  mit  Blumen
oder  Stillleben  geschmückt.  Dabei  bemerkt  man  eine
Neuerung.  Früher  war  man  regelmässig  gewohnt,  die
Oberfläche  dieser  Mosaikplatten  glatt  abzuschleifen  und
zu  poliren.  Diesmal  hat  man  sie  daneben  sehr  häufig
ungeschliffen  und  ungeglättet  gelassen,  wodurch  die
Wirkung  etwas  Spielendes,  unruhig  Flimmerndes  erhält.
Auch  hat  man  die  Zeichnung  aus  dem  Grunde  heraus
in  wirklichem  Relief  zu  erhöhen  versucht,  wie  das  auch
schon  in  der  Florentiner  Mosaik  mit  ihrem  Marmor
im  17.  und  18.  Jahrhundert  geschah.  Diese  Verbindung
des  Malerischen  und  Plastischen  erscheint  uns  aber
nicht  glücklich,  weder  in  dem  einen,  noch  in  dem
andern  Falle.
Heute  übt  Italien  noch  eine  dritte  Art  der  Mosaik,
die  eine  reine  und  beabsichtigte  Wiedererneuerung  ist,
das  ist  die  decorative  Glasmosaik  im  Grossen.  Die  Ueberreste
  dieser  prachtvollen  Kunst,  die  von  Byzanz  ausging ­
  und  vorzugsweise  in  den  früheren  Jahrhunderten
des  Mittelalters  geübt  wurde,  bewundern  wir  heute
noch  in  so  manchen  italienischen,  insbesondere  römischen
Kirchen,  wo  sie  Wände,  Bögen,  Gewölbe  mit  ihren
grassartigen  Gestalten  ausfüllen.  In  San  Marco  in  Venedig ­
  können  wir  fast  ihre  ganze  Geschichte  bis  ins
16.  Jahrhundert  hinein  verfolgen.und  hier  war  es  auch,
            
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