stand gebildet: so aber ist es wie eine Bude voll
gestopft mit den Arbeiten der Fabrikanten und Kauf
leute, welche der Herr zum Tempel hinaustrieb.
Trotzdem hat es nicht ausgereicht und wir müssen
die kirchliche Kunst Oesterreichs, wollen wir eine
Uebersicht haben, an gar verschiedenen Stellen zu
sammensuchen.
Uebrigens ist das, was uns das eiserne Kirchlein
in seinem Inneren bietet, wenn wir es im Einzelnen
betrachten, in keiner Weise zu verachten. Es lässt
uns einerseits den grossen Fortschritt erkennen, den
Wechsel in Geschmack, und andererseits sind wirklich
vortreffliche Arbeiten dabei. Obenan steht die Fabrik
von C. Giani in Wien, deren Entwicklung wir nun
länger als ein Jahrzehnt mit Vergnügen verfolgen.
Wir haben es beobachtet, wie von Jahr zu Jahr der
Kreis ihrer Arbeiten sich erweiterte, der Geschmack sich
läuterte, das Gefühl für Farbe sichtlich zunahm. Letztere
Eigenschaft haben wir noch besonders an dem zu con-
statiren, was sie für die Ausstattung des Wohnhauses
arbeitet. Auf kirchlichem Gebiete war sie die erste in
Oesterreich, welche der Reform im Sinne des Mittel
alters folgte, und sie hat noch heute darin die Führung.
Alle ihre Arbeiten auf der Ausstellung, soweit sie
nicht für den jüdischen Ritus bestimmt sind, gehören
dieser Richtung an. Gegenwärtig tritt ihr die Stickerei
anstalt von Uffenheimer in Innsbruck mit vollen
deten Arbeiten in mittelalterlicher Weise würdig zur
Seite. Beide werden in ihrem Wirken durch die ge
schickten Hände in den klösterlichen Anstalten, wie