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MAK

Full text : Die Kunstindustrie auf der Wiener Weltausstellung 1873

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geln,  Kegeln  und  Stäbe,  welche  mit  Wolle  und  Seide
eben  nur  umsponnen  sind;  man  sieht  sie  von  Blättern,
Blumen  und  Kränzen  umgeben,  alles  über  Holz  gesponnen ­
  oder  die  Natur  widernatürlich  nachahmend;
man  sieht  Tabletten  dazwischen  eingeschoben  mit
Stickereien  in  Wappen,  Blumenbouquets  und  gar  verschiedenen ­
  und  sonderbaren  Dingen;  die  Fäden  oder
Stränge,  welche  die  eigentlichen  Quasten  bilden,  sind
wieder  abgetheilt  durch  Zwischenglieder,  die  gar  nicht
mehr  den  Charakter  des  Hängenden  haben.  So  ist  die
Quaste  mit  ihrer  Schnur  ein  steifes,  überkünstliches,
überladenes  Ding  geworden,  das  seinen  eigentlichen
Charakter  ganz  verloren  hat.  Wollen  wir  nach  reichen
und  dabei  mustergiltigen  Quasten  in  Verbindung  mit
einer  ornamentalen  Schnur  suchen,  so  finden  wir  sie
verschiedentlich  in  der  japanischen  Ausstellung,  wo  die
Schnur  über  der  Quaste  in  eine  grosse  Schleife  gebunden ­
  ist  —  ein  völlig  rationelles  und  glückliches
Motiv.  Solche  Schleifen  und  Quasten  zieren  z.  B.  ihre
höchst  reizenden  Bambusrouleaux.
Auch  die  übrigen  Posamentirarbeiten,  die  eben
sowohl  Besatz  wie  Behang  sind,  haben  den  gleichen
künstlichen  Charakter  angenommen  und  den  des  Hängenden ­
  verloren.  Ja,  der  Charakter  der  verschlungenen
und  geflochtenen  Crepinen  ist  ein  ganz  architektonischornamentaler ­
  geworden  und  erinnert  oft  an  die  Gesimsornamente ­
  und  laufenden  Bänder  des  romanischen
Stils,  selbst  mit  Schachbrett-  und  Zahnschnittmotiven.
Charakteristisch  in  dieser  Beziehung  ist  das  ganze
Arrangement  der  Ausstellung  des  genannten  Weber
            
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