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form des Geschmacks dieses Land mit in die erste
Reihe der kunstindustriellen Staaten gestellt hat.
Mustern wir die grosse Zahl der I eppiche, welche
zerstreut durch die englische Ausstellung von Fabrikanten
und Decorateuren wie Lewis, Tempelton, I apling,
Jackson & Graham u. s. w. uns vorgeführt werden,
so müssen wir den orientalischen Charakter durchaus
als den vorherrschenden bezeichnen und die Beispiele
sind um so schöner, je reiner sie ihn darstellen.
Das geschieht in England mit Vorliebe lür die blumige
indische Art, die wir schon früher geschildert haben.
Aber der Charakter ist nicht immer rein; man kann
im Gegentheil eine Art Stufenleiter verfolgen, wie der
Orientalismus sich mit dem Modernen oder der bisherigen
europäischen Weise mischt und schliesslich
diese am anderen Ende sich ebenfalls noch frei behauptet.
Das gilt auch mehr oder weniger für die
Teppichfabrikation der anderen Staaten mit Ausnahme
Frankreichs.
Beginnen wdr mit der rein orientalischen Art, so
haben wir zunächst ein feines, geometrisches, in England
aber vorwiegend blumiges Muster über die ganze
Fläche gleichmässig vertheilt, so dass es dem Auge
eine spielende, farbige Harmonie darbietet. Das zweite
Genre betont schärfer und härter die geometrische
Eintheilung mit ihren Hauptlinien und Bändern, als
es eigentlich der Orient zulässt. Es ist das schon
eine Concession an das moderne europäische Gefühl
welches die Farben nicht in gleicher Stärke, sondern
in Hell und Dunkel neben einander sehen will. Als