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wir schon früher zu gedenken gehabt als solcher, welche
die reizenden indischen Brocatmuster imitiren; wir wissen
aber nicht, ob diese Imitationen für heimischen Gebrauch
oder nur für den Export nach Indien bestimmt sind. In
letzterem Falle würden wir von unserem Standpunkt
aus wenig Werth darauf zu legen haben. Noch weniger
dürfen wir Originalität von den gedruckten Baum
wollstoffen erwarten. Was uns z. B. Berlin sehen
lässt, ist künstlerisch werthlos und die in diesem Zweige
hochausgebildete Elsässer Industrie, von deren Ausstel
lung wohl die bedeutendsten Fabrikanten ausgeblieben
sind, folgt der französischen Mode. Was wir davon in
Wien sehen, reicht nicht hinan an ihre Ausstellung zu
Paris im Jahre 1867.
Die Mehrzahl der österreichischen Fabrikanten steht
wohl noch auf demselben Standpunkte wie die deutschen,
d. h. es fehlt ihnen an Originalität und sie richten ihre
Blicke zu sehr nach Paris. Dies gilt z. B. von Albeit
Wolf in Wien, der uns übrigens einige gut stilisirte
Muster zeigt, von Julius Pfeifer in Rumburg, so wie
von der Cosmanoser und der Neunkirchner Druckfabrik.
Ohne Frage haben diese Fabriken eigene Zeichner und
gute Zeichner, aber sie nützen ihrem Rufe nicht viel,
wenn dieselben nicht selbstständige und ei findet ische
Köpfe haben. Es gab eine Zeit, wo eine originelle Er
findung dem herrschenden Zuge der Zeit gegenübet
nichtig war; heute aber stehen die Dinge bereits anders
und die Franzosen selbst belehren uns vom Gegentheil,
indem sie die Ersten sind, jeder neu auftauchenden Rich
tung sich zu bemächtigen. Nur gut muss das Neue sein