sich bei ihm immer nur um Decoration, nicht um Concurrenz
mit der freien Kunst handelt und handeln kann.
Noch verkehrter in jedem Falle ist der Vorgang
der Privatfabriken, wie von Aubusson, wie der von
Duplan, von Mourceau, von Braquenie. Irren sie mit
den Staatsfabriken darin, dass auch sie es versuchen,
Gobelinsbilder zu schaffen, zu denen sie sich mehr
genrehafte Gegenstände aussuchen, so ist das Verfehlteste,
was sie thun können, ja das Verkehrteste vielleicht
in der ganzen französischen Kunstindustrie, dass
sie mit diesen genrehaften Bildern, mit tempelgeschmückten
historischen Landschaften die Sessel und die Sophas
in ihrer runden Polsterung überziehen. Wird das Bild
selbst hiedurch geschädigt, indem die Rundung die Perspective
zerstört, so ist die Verwendung oftmals wider
allen Geschmack und Anstand. Es ist merkwürdig, dass
der sonst so feinfühligen französischen Kunstindustrie
gerade hier, wo sie auf ihrer Spitze am feinsten fühlen
sollte, alle Delicatesse, aller Verstand abgeht. Und es
handelt sich hier nicht um vereinzelte Fälle, sondern
die von verschiedenen Fabriken zahlreich aufgestellten
Gegenstände beweisen, dass der Unsinn bereits zum
Princip geworden. In diesem Punkte ist es für die
übrige Welt ein Glück, dass Frankreich darin keinen
Concurrenten hat. Floftentlich wird ihm auch ferner
dieser Ruhm gelassen werden.