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MAK

Full text : Die Kunstindustrie auf der Wiener Weltausstellung 1873

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len  besonders  in  Italien,  in  Venedig,  Mailand  und  anderen ­
  Städten  gemacht.
Italien  hat  uns  auch  die  bedeutendste  und  grösste
Ausstellung  davon  gesendet;  ein  reizender  kleiner  Kasten
von  Pazzi  in  Rom,  ein  grösserer  von  Pagliani  in  Mailand ­
  sind  vortreffliche  Leistungen  darunter.  Ein  ganz
vorzügliches  Stück  findet  sich  auch  in  der  englischen
Abtheilung  von  Jackson  &  Graham.
Frankreich  hat  uns  unter  dem  letzten  Empire  die
Vorliebe  für  Louis  XVI.  wieder  gebracht  und  hält
noch  heute  daran  fest.  Bei  ihm  finden  sich  daher  vorzugsweise ­
  die  Möbel  in  diesem  Stil  und  somit  auch
die  Marqueteriearbeiten.  Bekanntlich  haben  diese  Möbel
bei  übergrosser  Zierlichkeit  etwas  Steifes  und  Gestelztes, ­
  und  diesen  Charakter  wird  man  auch  heute  an
ihnen  wieder  finden.
Die  vergoldete  Bronze,  welche  zur  Montirung  dient,
erhöht  noch  denselben.  Die  eingelegten  Verzierungen
—  ich  verweise  insbesondere  auf  die  Ausstellung  der
Pariser  Fabrik  von  Goeckler  —•  sind  meist  zart  in  den
Farben  und  zum  Theil  sehr  zierlich  in  der  Zeichnung;
die  Gegenstände  sind  antikisirende  Ornamente,  Medaillons ­
  mit  Emblemen,  zum  Theil  auch  Figuren,  besonders ­
  mythologisch-allegorischer  Art,  wie  das  auch  gegen ­
  den  Ausgang  des  vorigen  Jahrhunderts  die  Mode
war.  Eine  Nebenstellung  nimmt  Diehl  mit  seinen  Möbeln
ein,  bei  denen  figürliche  Bronzereliefs  in  das  Holz  eingelegt ­
  sind,  unseres  Erachtens  weder  eine  glückliche,
noch  natürliche  Verbindung.
            
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