das von dem Verfasser selbst für ungenügend erachtete
Programm vollständig befriedigend, versendete es als
definitiv in alle Welt und überliess damit die Sache
ihrem Schicksal aufs Gerathewohl. Von Wien aus ist
in dieser Angelegenheit weiter nichts geschehen.
Sehen wir nun, was nach dem Programme beab
sichtigt war, wie die Sache ausserhalb Wiens an den
Sitzen der nationalen Hausindustrie aufgefasst worden
und was uns davon die Ausstellung selbst vor Augen
stellt.
Der Begriff der nationalen Hausindustrie als neuer
Begriff und neue Bezeichnung bedarf der Erläuterung.
Das Programm legt den Nachdruck auf den Beisatz
»national« als den vor allem massgebenden und ent
scheidenden. Die nationale Hausindustrie umfasst die
jenigen Gegenstände, welche im Gegensätze gegen die
Mode und die moderne Industrie vom Volke selbst für
den eigenen Gebrauch mit nationalen, auf alter Tra
dition, altem Herkommen beruhenden Eigenthümlich-
keiten geschaffen werden.
Die Unterscheidung von der modernen Industrie
— und in dieser Beziehung ist das Programm voll
ständig klar und bestimmt — liegt also nicht darin,
dass die einen Gegenstände im Fabriksgebäude, die
anderen aber als sogenannte Hausindustrie im Hause
gemacht werden. Nichtsdestoweniger hat der officielle
Generalkatalog unter seiner Gruppe XXIII beide
Arten völlig durch einander geworfen, indem sein
Verfasser den entscheidenden Beisatz gänzlich über
sah ; dadurch war die Jury dieser Gruppe in nicht