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Full text: Die Kunstindustrie auf der Wiener Weltausstellung 1873

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gegeben und führt uns in lebensgrossen Figuien, die 
getreu der Natur nachgebildet sind, lebensvolle und 
charakteristische Gruppen ihrer verschiedenen Nationa 
litäten vor. Wir bewundern die-Treue, das Geschick 
der Darstellung, das Originelle der Figuren und Costüme, 
aber das Interesse, das wir haben, ist das Interesse des 
Touristen, zu dem die fremden Leute kommen, statt 
dass er zu ihnen geht. In diesem Sinne betrachtete das 
Publicum diese Figuren. Es finden sich auch an ihnen 
viele Gegenstände der nationalen Hausindustrie, die 
wir bereits an anderer Stelle ausführlich gewürdigt 
haben, aber die Art ihrer Vorführung als ethnogra 
phische und touristische Sehenswürdigkeiten hat es 
veranlasst, dass eine Menge anderer Arbeiten der natio 
nalen Hausindustrie, an denen Schweden und Nor 
wegen reich sind, z. B. die gewebten Decken und 
Leintücher Schonens und Hallands, gar nicht gesendet 
wurden, 
Russland hat diesen Weg nicht eingeschlagen, aber 
es ist dafür mit seiner nationalen Hausindustrie sehr 
ungenügend vertreten. Einiges an alter Arbeit ist 
von den Museen gesendet worden, einiges findet sich 
in dem hölzernen russischen Wohngebäude als zu 
seiner Ausstattung und Einrichtung gehörig, Anderes — 
und das ist allerdings auch von grossem Interesse, 
obwohl in eine andere Gruppe fallend ist bereits 
moderne, fabrikmässige Verwerthung der nationalen 
Motive: aber das alles genügt bei weitem nicht, von 
dem, was noch in Russland für diese Gruppe vorhanden 
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