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ernen hochnothpeinlichen Angststrick, der davor gezogen,
dem Publicum in solcher Ferne gehalten, dass ein
Studium unmöglich und nur eine Befriedigung laien
hafter Neugierde gestattet ist. Sonst würden wir viel
leicht von schönen, classisch schönen Arbeiten, wie den
in Schwarz und Gelb gestickten, bei der Trauung ge
tragenen Schleierschleppen (velum) der Hanakinnen
zu erzählen haben. In der Abtheilung der Frauen
arbeiten sind sie besser zu betrachten. Bei den Gegen
ständen aus Dalmatien und Galizien sind wir in der
Betrachtung ungehindert. Die Figuren erregen auch
hier das Hauptinteresse, doch ist es durch künstliche
Scenerie nicht abgelenkt. Die Aufstellung ist mit Um
sicht nach den Bezirken erfolgt. Fällt das Costümliche
zunächst in die Augen, so haben wir doch auch an
derer Dinge zu gedenken, z. B. bei den Galizianern
der wundervollen Decken und bei den Dalmatinern des
mannigfachen und originellen Schmuckes aus vergol
detem Silber und der reich ornamentirten Waffen.
Ueberfliegen wir nun mit einem Blick dieGesammt-
heit der Gegenstände, mit denen die nationale Haus
industrie auf der Ausstellung vertreten ist, so müssen
wir wohl gestehen, dass sie keineswegs in der Voll
ständigkeit vorhanden sind, wie es sich für eine Uni
versalausstellung geziemt hätte, und dass andererseits,
wie so vielfach, die lehrreichen, ernsten Gesichtspunk te
über Schein und laienhafte Neugierde aus den Augen
verloren sind. Nichtsdestoweniger, wenn wir uns im
Drange nach Belehrung die Mühe des Aufsuchens und
der Vergleichung unter so widerstrebenden Hinder-