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Wenn es daneben andere Gegenstände gibt, die ausdrücklich,
wie es in den Beischriften heisst, in ägyptischem,
assyrischem, griechischem oder neugriechischem,
auch amerikanischem Stile (der uns unbekannt ist) gehalten
sind, so ist das ja auch nur Sache der heutigen,
der französischen, überall herumsuchenden Mode.
Ebenso ist es mit einem anderen in der Schweizer
Industrie reich vertretenen Artikel, mit den Maschinenspitzen
und Spitzenvorhängen. Auch hier folgt die
Schweiz der Mode; weil sie aber der Mode folgt, so
lässt sich hier ein Hauch des Zeitgeistes, eben der Geschmacksreform,
bereits verspüren. Zwar die Fenstervorhänge
mit grösseren Mustern zeigen noch viel vom
alten Naturalismus, wenn auch in gemässigter Gestalt:
von jenen Landschaften, Gärten und Häusern, tropischen
Wäldern, die noch auf der Ausstellung von 1867
als Triumph der Fabrikation und als Zeugniss der Geschmacklosigkeit
galten, ist nichts mehr zu erblicken.
Aber die eigentlichen Spitzen, der Besatz, die Kanten
zeigen durchweg regelmässige Muster und halten auf
eine gewisse, bestimmte Zeichnung. Man erkennt aber,
dass den Schweizern die alten Venezianer Muster fehlen,
die in England und Frankreich bereits vielfach als
Vorbild dienen. Die Schweizer könnten sich aus dem
Sibmacher und anderen alten Musterbüchern Raths
erholen, wie sie auf demselben Wege, auf dem sie sich
jetzt befinden, ihren Arbeiten mehr Reiz zu verleihen
vermöchten.
Eine Specialität zeigt doch die Schweizer Industrie,
keine nationale freilich, aber doch eine Eigen-