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thümlichkeit des Landes. Ich meine die Holzschnitzereien.
Diese Gebirgsindustrie, die auch bereits für den
Weltmarkt arbeitet und mit der grossen Industrie, z. B.
der von Paris, in enger Verbindung steht, ist vielfach
auch anderswo versucht worden, wie im Schwarzwalde,
die der Schweiz behauptet aber ohne Frage noch den
ersten Rang. In dem künstlerischen Charakter dieser
Gegenstände herrscht der Naturalismus vor und ebenso
der reine Luxus statt des Gebrauchs. Das heisst: die
wenigsten dieser Schnitzereien, wie sie ausgestellt sind,
dienen irgend einem Gebrauche, sei es als Ornament
eines Kastens oder sonstigen Geräthes, sondern sie sind
möglichst naturgetreue Nachbildungen der Fauna und
der Flora des Landes. Gemsen, Kühe, Bernhardinei
Hunde bilden die Lieblingsobjecte dieser Sculptur und
das muss man zugeben, sie sind mit grosser Geschicklichkeit
und mit treuem Natursinn wiedergegeben, stieifen
damit aber nur an eine höhere künstlerische Auffassung.
Es wird diese Industrie — und mit vollem
Recht — durch Schulen unterstützt und gehoben, aber
auch in den Schulen, wie in der von Meiring, scheint
es keine andere Auffassung zu geben. Das erkennt man
wenigstens in den Vorlagen, die zum grössten Theil aus
Gipsabgüssen bestehen, welche über der Natur selbst,
über Blatt und Blume abgeformt sind. Für einen richtigen
Kunstunterricht sind aber solche Vorlagen wegen
des Uebermaasses und der Zufälligkeiten ihres Details
von sehr geringem Nutzen. Auch diejenigen Gegenstände
dieser Holzschnitzereien, welche zum Gebrauche
bestimmt sind, wie z. B. Sessel oder Bilderrahmen,