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Full text: Die Kunstindustrie auf der Wiener Weltausstellung 1873

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ist es in Italien geschehen, so in Norwegen. Wie weit 
das mit Portugal der Fall ist, vermögen wir nicht zu 
sagen, doch möchten wir aus den regelmässigen, gleich 
förmigen Bildungen schliessen, dass es bis zu einem ge 
wissen Grade auch schon hier geschieht. 
Dagegen stossen wir bei den Poterien ländlichen 
Gebrauches auf ein durchaus altes und nationales Ge 
präge. Wir meinen damit besonders eine grössere An 
zahl flaschenförmiger und krugartiger Wassergefässe aus 
rothem Thon, mit eingeschnittenen, höchst einfachen Or 
namenten, leicht gebrannt, um als Kühlgefässe zu die 
nen. Schon diese Bestimmung weist auf maurisch-ara 
bischen Ursprung hin und ohne Frage haben wir es 
mit einer Hinterlassenschaft aus der Zeit der arabischen 
Herrschaft in Portugal zu thun, finden wir doch nach 
Form und Art die Verwandten dieser Gefässe noch 
vielerwärts an der Nordküste Africas. Die Formen sind 
zum Theil sehr schön, zum Theil sehr originell und 
praktisch zugleich, so diejenigen, welche oben mit Ein 
guss und Ausguss und in der Mitte dazwischen mit 
einem Henkel zu bequemem Tragen versehen sind. 
Das Schönste aber an diesen Gefässen ist das Ma 
terial mit seinem herrlichen, lichten Braunroth. Min 
der orginell und interessant sind andere glasirte Ge 
schirre in Braun mit gelben Ornamenten, während eine 
Anzahl schwarzer, wie mit antikem Firniss glänzender 
Gefässe wieder unsere Aufmerksamkeit auf sich zieht. 
Wenn wir bedenken, dass, wenn nicht in der Form, 
doch in Art und Verzierung die gleichen Gefässe noch 
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