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Full text: Die Kunstindustrie auf der Wiener Weltausstellung 1873

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wenn die Gäste ihm Zeit Hessen. Das österreichische 
Museum besitzt ein Stück von seiner Hand. 
Auch die Zeit der christlichen Herrschaft nach der 
Unterwerfung Granadas und Vertreibung des letzten 
Maurenfürsten, die Zeit Isabella’s und der ersten Habs 
burger hatte eine blühende Industrie. Das Gold Ame 
ricas schaffte der Goldschmiedekunst Spaniens Mate 
rial, half sie aber auch wieder zerstören, indem es 
durch leichten und bequemen Gewinn den Werth des 
blanken Metalls vor der kunstreichen Arbeit schätzen 
lehrte. Die Waffen und sonstigen Eisenarbeiten Toledos 
und Madrids, die elastischen Klingen, die in Stahl 
geschnittenen Degengriffe, die goldtauschirten Rüstungs 
stücke und Geräthe, sie bilden noch heute den begehr 
ten Stolz der Kunstfreunde, die Perlen der Waffen 
sammlungen. Die Goldtapeten, die geschnittenen und 
gepressten Lederarbeiten Cordovas, man fand sie vor 
Zeiten in ganz Europa; die weissen Kirchenspitzen, die 
Goldspitzen und Goldborten, die schwarzen Spitzen 
schleier und Spitzenmantillen: der heilige und der pro 
fane Gebrauch, die Frömmigkeit und die Eitelkeit 
sicherten ihnen lange Zeit geschickte Hände und eine 
blühende Industrie. Die Holzschnitzerei, figürlich wie 
ornamental, zu frommem wie zu weltlichem Dienst und 
zuweilen an Altären von Künstlern ersten Ranges ge 
übt, hat uns hie und da aus dem sechzehnten und 
siebenzehnten Jahrhundert noch Arbeiten hinterlassen, 
die unsere höchste Bewunderung erregen. 
Was von alledem sehen wir heute in der spani 
schen Ausstellung? welche Kunstzweige sind geblieben
	        
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