rühmter, aber bei uns wie in Spanien bis dahin wohl
ganz verschollener Kunstzweig wieder zu neuem Leben
erweckt worden und liefert uns einen weiteren Beweis,
mit welchem Erfolge man heute die verlornen Kunstweisen
wieder verwerthen kann. Noch auf der Pariser
Ausstellung von 1867 erschienen die goldtauschirten
Eisenarbeiten Zuloaga’s in Madrid mehr wie eine vereinzelte
Erscheinung, die nur in ihrer technischen Vollendung
den Charakter des Versuchs abgelegt hatten.
Heute ist aus den vereinzelten Gegenständen ein ganzes
Gebiet geworden, das sich gegenständlich wie nach der
Zahl der Verfertiger erweitert hat. Gefässe und Geräthe,
Kästchen, Schalen, Vasen, Schmuckgegenstände,
Waffen aller Art, Hieb- und Stoss- wie Schusswaffen
sind mit diesen reizenden Arabesken überzogen; ein
grosser Schild, zugleich mit getriebener figürlicher Arbeit,
den das österreichische Museum erworben hat, ist
das Hauptstück darunter. Den tauschirten Arbeiten
treten in gleicher Vollendung, wenn auch nicht in
gleichem Umfange, in Stahl geschnittene Degengriffe
und andere ähnliche Arbeiten zur Seite, womit ebenfalls
eine hochberühmte Fabrication von ehedem wieder
aufgenommen wird.
Wie ein Ueberrest dus alter Zeit, aber ein schwacher
Abglanz alter Herrlichkeit, erscheinen uns allein
noch die Lederarbeiten, die uns in Sätteln und Riemzeug
repräsentirt sind; die Möbel von ähnlicher Art
mögen wir uns in Brasilien und im spanischen America
suchen. Es ist weniger die geschnittene als die gepresste
Arbeit mit Reliefornament, die in Uebung er-