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MAK

Full text : Die Kunstindustrie auf der Wiener Weltausstellung 1873

rühmter,  aber  bei  uns  wie  in  Spanien  bis  dahin  wohl
ganz  verschollener  Kunstzweig  wieder  zu  neuem  Leben
erweckt  worden  und  liefert  uns  einen  weiteren  Beweis,
mit  welchem  Erfolge  man  heute  die  verlornen  Kunstweisen ­
  wieder  verwerthen  kann.  Noch  auf  der  Pariser
Ausstellung  von  1867  erschienen  die  goldtauschirten
Eisenarbeiten  Zuloaga’s  in  Madrid  mehr  wie  eine  vereinzelte ­
  Erscheinung,  die  nur  in  ihrer  technischen  Vollendung ­
  den  Charakter  des  Versuchs  abgelegt  hatten.
Heute  ist  aus  den  vereinzelten  Gegenständen  ein  ganzes
Gebiet  geworden,  das  sich  gegenständlich  wie  nach  der
Zahl  der  Verfertiger  erweitert  hat.  Gefässe  und  Geräthe,
  Kästchen,  Schalen,  Vasen,  Schmuckgegenstände,
Waffen  aller  Art,  Hieb-  und  Stoss-  wie  Schusswaffen
sind  mit  diesen  reizenden  Arabesken  überzogen;  ein
grosser  Schild,  zugleich  mit  getriebener  figürlicher  Arbeit, ­
  den  das  österreichische  Museum  erworben  hat,  ist
das  Hauptstück  darunter.  Den  tauschirten  Arbeiten
treten  in  gleicher  Vollendung,  wenn  auch  nicht  in
gleichem  Umfange,  in  Stahl  geschnittene  Degengriffe
und  andere  ähnliche  Arbeiten  zur  Seite,  womit  ebenfalls ­
  eine  hochberühmte  Fabrication  von  ehedem  wieder ­
  aufgenommen  wird.
Wie  ein  Ueberrest  dus  alter  Zeit,  aber  ein  schwacher ­
  Abglanz  alter  Herrlichkeit,  erscheinen  uns  allein
noch  die  Lederarbeiten,  die  uns  in  Sätteln  und  Riemzeug ­
  repräsentirt  sind;  die  Möbel  von  ähnlicher  Art
mögen  wir  uns  in  Brasilien  und  im  spanischen  America
suchen.  Es  ist  weniger  die  geschnittene  als  die  gepresste ­
  Arbeit  mit  Reliefornament,  die  in  Uebung  er-
            
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