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Full text: Bericht über österreichisches Unterrichtswesen, aus Anlass der Weltausstellung 1873, I. Theil: Geschichte, Organisation und Statistik des österreichischen Unterrichtswesens

Ergebnisse dieser Periode. 
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h) zahlreiche Verordnungen über die Concurrenz-Leistungen, über die Beiziehung 
der Ueberschüsse des Kirchenvermögens, über die Dotations-Beiträge aus 
dem Schulfonde u. dgl. m.; 
i) die möglichste Einschränkung aller Privat-Lehranstalten, deren jede, selbst 
für ein specielles Fach errichtete, an die Bewilligung der politischen 
Landesbehörde gebunden wurde und nur vom Consistorium genehmigte 
Lehrer verwenden durfte, — und die Herstellung einer strengen Ueber- 
wachung derselben. 
Der Wirkungskreis der politischen Schulverfassung erweiterte sich aber auch 
innerhalb jener vierzig Jahre durch die Einbeziehung Tirols, Dalmatiens, des 
lombardisch - venetianischen Königreichs und der Militärgränze. Für Tirol 
bedurfte das Gesetz nur geringe Abänderungen, welche sich hauptsächlich auf 
das Hinwegfallen des persönlichen Unterthänigkeits -Yerhältnisses bezogen. Für 
das lombardisch - venetianische Königreich erfloss am 12. September 1818 
ein eigenes regolamento per le scuole elementari, welches sich in mehreren 
wesentlichen Puncten (namentlich im Mangel des Schulpatronats, in der Unent- 
geldlichkeit des Unterrichts und dem Entfallen der sogenannten gemischten 
Schulen) von der „politischen Schulverfassung” unterschied. Für Dalmatien 
wurde ein der „politischen Schulverfassung” nachgebildetes regolamento am 
8. April 1822 genehmigt. In der Militärgränze endlich, welche schon zu 
Maria Theresia’s Zeit in den Kreis der Schulverbesserung gezogen worden war, 
seither G Normalschulen, deutsche Schulen in jedem Compagniebezirk auf Kosten 
des Landes und Nationalschulen in den städtisch organisirten Corporationen (den 
„freien Militär - Communitäten”) besass, wurde die „politische Schulverfassung” 
im Jahre 1816 eingefuhrt. 
Um das in dieser Art zum Abschlüsse gelangte Volksschulwesen nach 
seinen Ergebnissen einigermassen würdigen zu können, mögen einige statisti 
sche Daten dienen. 
Im Jahre 1808 zählte 
Land 
Haupt- 
Trivial- 
Mädchen- 
Schul 
besuchende 
Kinder 
Schulen 
13 
3 
9 
31 
14 
1.048 
331 
431 
2.359 
1.661 
3 
2 
6 
37 
10 
102.197 
38.547 
34.021 
251.491 
148.442 
Oesterreich unter der Enns . . 
Oesterreich ob der Enns . . . 
(nach der damaligen Begrenzung) 
Steiermark mit Unter-Kärnten . 
Böhmen 
Mähren und Schlesien .... 
Für Galizien und Bukowina sind die Daten jenes Jahres so mangelhaft, dass 
sie keiner Zusammenstellung fähig erscheinen. 
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