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MAK

Full text : Die Frauenarbeit und nationale weibliche Hausindustrie auf der Wiener Weltausstellung

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unb  ßteij.  Stur  in  einzelnen  Sachen,  bie  ftreng  jur  ©rächt  beS  8anbeö
  gehören,  in  f^nmrjen  unb  gelben  Seibenfticfereien  auf  grober,
weißer  Seinwanb,  jur  Seforirung  ber  §cmben  unb  an  ät)ntic£)eu
Gingen  finben  wir  noch  bie  alte  ernfte  Segnung  unb  ©edjnif,  an  bie
fein  frember  CSinfluß  gerührt  hat.
SlnS  Schtefien  finb  einzelne  ßoftümftücfe  jur  SluSfteßung  gelangt,
barunter  bie  finden  lieber,  bie  weiten,  faltigen  Stöcfe  unb  bie  langen,
abfonberlidjen  Strümpfe.  Qn  9?otf)  unb  in  Schwarjbtau  prangen
biefe  wollenen  gußbefteibungen,  welche  in  unzähligen  galten  zufam*
mengefdjoben  alb  ein  wichtiger  ©eftanbtheil  ber  grauentracht  beb  San*
beb  angefeljen  werben.  (5b  wirb  erjä^lt,  bafj  bie  junge  ©auernbirne
beb  Sonntags  lange  üor  ©ageSanbrucp  fiep  au  bie  töefc^idung  ihrer
©oitette  mat^e,  um  in  ftunbenlanger  SJtühe  beit  rotten  SQßoßftrumpf
in  bie  Dielen  fleinen  gälten  $u  bringen,  bereu  tabeßofe  gügung  ber
Stolz  ber  ©rägerin  ift.
31ub  ©alijien,  bem  norbifepen  Sanbe,  liegen  bie  Arbeiten  beb
StorbenS  oor;  bie  taugen,  grobleinenen  §emben,  mit  bem  Schnür»
faum  unb  mit  ber  treufticE)berjierung,  bie  gewebten  Stürzen  unb
Oürtel  in  bunter  «Schafwolle,  wie  wir  fie  in  Schweben  gefeljen,  bie
Kopftücher  mit  ber  Seibenfticferei,  bie  ©erlbänber,  bie  abfonbertiefjen
gjiühdhen  u.  f.  w.  ®raf  SBIabimir  Sjiebubäicfi  hat  brüben  im  3nbu*
ftriepalafte  eine  reiche  (Collection  Don  ßoftümfiguren,  Don  Arbeiten  beb
Sanbeb  auSgefteßt  unb  auch  in  Iquareßen  befonbere  ©rächten  jtir
Slnfdjauung  gebracht.  Sort  finben  wir  bie  gewebten  ©cppiche  unb
Schürfen,  ju  welchen  bie  ©auerSfrau  bie  SOBoße  fpinnt  unb  färbt,  bie
groben  unb  feinen  fleibungbftücfe,  bie  burdj  bie  §anb  ber  grau  gehen,
unb  bie  Derfdjiebenartigen  gierratlfen,  mit  benen  fie  fidEj  fehmüeft.  SBir
fetjen  ba  bie  abfonberlichften  ©eftalten,  oft  SJtann  unb  grau  fo  gleich
gefleibet,  baß  fie  nichts  als  bie  Kopfbebecfung  unb  ber  ^alSfdjmud  bcS
SBeibeS  im  Softüme  trennt.  Sie  langen,  groben  Spemben  machen  einen
epauptbeftanbtheil  ber  Soilettc  aus,  auf  welchen  auch  grofje  Sorgfalt
üerwenbet  ift;  bunte  Sticferei  in  SBoße,  ©orbüren  in  Kreuz*  unb
«ßerlftich  taufen  aßen  Stahlen,  aßen  Säumen  auf  ©ruft  unb  lermel
entlang.  (5S  Ijat  etwas  StüljrenbcS  an  fich,  bie  SDtüIje  ju  fetjen,  mit  ber
fo  ein  bürftigeS,  grauleinenes  KleibungSftücf  nach  beftem  Vermögen
            
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