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Full text: Die Frauenarbeit und nationale weibliche Hausindustrie auf der Wiener Weltausstellung

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um bett topf baumeln; ba finb bie Saffen, bie tunben ©Silber 
au« 9^o£)rgeflec£)t, bte lange Flinte, bie ßanjen, ba finb bie bolf«* 
tlfüm ließen ®loden 31t religiöfem ®ebrauch, an einem ®riff au« 
Sein ein fcßiefe« Siered bon SRetall, gtr>ifd)en bem an Sraßtfäben 
meffingene Slättchen aufgefäbett finb, bie man rüttelt, um fie flin= 
gen 311 machen, ferner bie ruttben fbiatten, bie 3um ®ebete über bett 
Soben gebreitet werben, um barauf 31t fnieen, bie iftehe au« Saft 
geflotfiten, um bie 3öafferfcf)täuc£)e 31t tranbportiren, bie langen Fite» 
genwebel, au« bem bunt bemalten fiul)fd)wan3e gemacht, unb biete 
ähnliche Singe mef)r. 
Senn wir ba« Sebuinenljau« unb fein bürftige« Sfobitiar 
betrachten, fo wiffen wir, baß wir i)ier nicht biet bon eigentlicher 
Frauenarbeit 311 fud;en haben. Sie biel bon ben Weichen ®eweben, 
bie ba tjängen unb bon benen einige auch &te Snnenwanb be« Jpaufe« 
bebeden, burih bie §aub ber 0rau gegangen finb, iftnidjt 311 beftim- 
men; 31t $ier unb Schmud fann fie hier nur wenig thun; ®Ia«per= 
len unb Stufchetn finb ba« £auptgepränge, ba« an Sätteln, an ÜRüßen 
unb Seifen jur ®ettung fommt. 3n langen fReil)en finb ba Meine 
weiße 50fufd)eln auf einer rofljcn Scde al« fRanbbe^ierung auf» 
geheftet, wäßrenb in ber Sfitte ein bunter Seffin bon ®ta«pcrlcn 
prangt. 3lu« biefen teueren ift ba aderhanb 3icrrat() unb finb fogar 
Silber gefügt, Meißen aneinanber gefaßter bietfarbiger perlen, bie 
wie ein bunte« 9ceh auf rotße« Seber gefpannt unb mit einem 9iah- 
men bon weißen, Meinen SUJufcßeln umgeben finb. 
fJhtr ein einzige« Fcauengewanb ift ba, ein SeinMeib au« weißem 
Saumwollftoff, an ber Seite mit bunter Solle, in reicher, origineller 
Seife tambourirt, barüber fällt ba« geftidte §emb bon gleichem 
Stoffe; bom §alfe hinab fpiß 3ulaufenb geht biefetbe farbige Stiderei 
in Sifieren unb an einanber gereihten fRofetten, Welche fi<h auch au f 
ben unten feßr engen, halblangen Slermeln wieberßolt. 
311« einzige Softümfigur ift ba ein SJöncß, in Scber gcKeibet, 
§ol3perten um ben £at« unb an reisenb geflochtenem IRiemgeug eine 
längliche, bieredige, leberne Safcße, in welcher ein Such 31t fteden 
feßeint. 31uf bem topfe trägt er ben Surban, bei feierlichem Sienfte 
aber eine helmartige trone au« Sfetall.
	        
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