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Full text: Bericht über die Weltausstellung zu Wien im Jahre 1873

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Abklatsch in der Typographie verwendet zu werden*); die zur 
Ansicht gebrachten Proben waren schön, Die photö-tvpographi- 
schen Proben von J. Claye, Paris, waren jedoch noch schöner. 
Nachdem diese dasselbe Original auf mehrere Grössen reducirt 
zur Ansicht gebracht haben, so ist mit Gewissheit anzunehmen, 
dass Claye den photographischen Apparat zu Hilfe genommen 
hat, was bei Yvot & Harret nicht nöthig ist. V. Gillot & Pils 
in Paris brachten Panicographien, welche den Holzschnitt ersetzen 
sollen; die ausgestellten Proben waren aber so hoch gehängt, 
dass es unmöglich war, deren Werth zu beurtheilen. 
Der als Schriftgiesser und wegen seiner unerschöpflichen 
Erfindungsgabe als das grösste typographische Talent der Gegen 
wart berühmte C. Dierriey in Paris stellte nebst sehr hübschen 
Accidenz-Arbeiten eine Maschine aus zum Numeriren von Docu- 
menten; dieselbe soll angeblich im Stande sein, täglich 40 Tausend 
Actien etc. zu numeriren. 
Schweiz. Ein getreues Spiegelbild schweizerischer Uni 
versalität gab uns die Ausstellung der Firma Gebrüder Carl und 
Nicol. Benzinger in Einsiedeln; sie brachte Bücher, Musikalien, 
illustrirte Zeitschriften, Druckplatten, Proben von Stereotyp-, 
Galvano- und Zinco-Druck, Holzschnitte in Original- und in 
galvanoplastischen Oliches, Kelief-Bilder, lithographische und 
chromographische Drucke aller Art, Probeblätter von Photogra 
phien und von Lichtdrucken, Muster von schönen Einbänden etc. 
Einen Hauptartikel dieser Firma bilden die kleinen Heiligenbilder 
für Wallfahrer, für Gebetbücher u. s. w., welche von Einsiedeln 
ii ach allen katholischen Ländern versendet werden. Hecht Vor 
dienstliches leisten im Musikalienfache Bieter - Biedermann in 
Winterthur und Zürich, im Accidenzfache hingegen Grell Füssli 
& Comp, in Zürich. 
*) Der hierbei in Anwendung gebrachte Process dürfte darin bestehen, 
dass photogeuisch wirksames Chromgelatin-Papier hinter der Original-Gravüre 
dem Lichte ausgestellt und sodann gewaschen wird, wobei die vom Lichte 
fixirten Stellen erhaben bleiben. Eine Abklatschung hievon in Guss-Metall 
gibt die nicht fixirten (schwarzen) Stellen des Stiches erhaben, eignet sich 
somit vollkommen zum typographischen Drucke. 
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