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Full text: Bericht über die Weltausstellung zu Wien im Jahre 1873

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letzterer hübsehe Motive, aus Fontainebleau, Braun Ad. in Dörnach, 
Ministere des travaux puhlics mit vielen Albums photographischer 
Aufnahmen von Richebourg, von Berthand u. A.; die Ausstellung 
der Stadt Paris mit photographischen Ansichten archäologischer 
Funde gallisch-römischer Sculpturen, im Schutte aufgefunden etc. 
Von Italienern: Carlo Naya mit den bekannten Venetianer 
Ansichten auf Trockenplatten erzeugt, Gebe. Alinari in Florenz, 
Giac. Rossetti in Brescia, Georg Sommer in Neapel u. A. Von 
Niederländern: Franz Julius von Kolkow in Groningen mit einem 
interessanten Album: Erinnerung an Saardam. Von Norwegern: 
M. Selraer in Bergen. Von Deutschen: Bernhard Johannes in 
Partheukirchen mit schönen Studienblättern für Landschafter. 
Franz Rückhardt in Heidelberg, J. Nöhring in Lübeck mit hüb 
schen Ansichten von Italien, F. Peter in Strassburg und G. Voel- 
kerling in Dessau. Von Russen: Kloch & Dutkiewicz in Warschau 
mit schönen Interieurs und Veduten in Lichtdruck. Von Oester 
reichern: Baldi & Würthle in Salzburg mit prachtvollen Panorama 
bildern, Victor Angerer in Wien mit Ischler Aufnahmen, E. Lotze 
in Innsbruck mit schönen Ansichten Tirols, Franz Antoine in 
Wien mit Pflanzen-Aufnahmen, Dr. H. Heid in Wien mit grossen 
Veduten, Karl Haaek in Wien mit Wiener Ansichten, G. Kloesz 
in Pest, Joh. Reiner in Klagenfurt mit Veduten, W. Sebastianutti 
in Triest mit schönen Interieurs in Lichtdruck u. A. 
Die Wiener Ausstellung der Landschafts-Photogra 
phie, obschon schöner und reicher vertreten als 1867 in Paris, 
bot trotzdem nur ein lückenhaftes Bild des heutigen Standes 
dieser interessanten Abtheilung. Das Ausbleiben englischer Land 
schafter ersten Ranges, wie W. England, der Liverpooler Stereo- 
scopie-Company u. A. war um so bedauerlicher, als gerade in 
England in letzter Zeit sehr bedeutende Fortschritte im Trocken- 
Processe gemacht worden sind. Die Lösung dieser Frage ist für 
den Landschafter von Fach sowohl als auch für den Amateur 
von brennender Wichtigkeit, und gerade hierüber gab unsere 
Ausstellung gar keinen Aufschluss, denn sie brachte nichts Neues 
zur Ansicht. Die grosse Mehrzahl der Veduten war aut dem 
gewöhnlichen (nassen) Wege erzeugt. 
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