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MAK

Full text : Bericht über die Weltausstellung zu Wien im Jahre 1873

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Maschinen-Aetien-Gesellschaft  hat  für  die  zwei  grössten  der  von
derselben  exponirten  Maschinen,  allerdings  Walzwerk-Maschinen,
die  erhebliche  Geschwindigkeit  von  4-33”  und  4'07“  per  Sec.
bestimmt.  Es  ist  zweifellos,  dass  man  in  der  Wahl  der  Maschinen-Geschwindigkeit
  noch  höher  gehen  wird,  zumal  hiedurch  die
Expansions-Maschinen  selbst  bei  der  jetzt  gewohnten  Anfangs-Spannung
  an  Gleichförmigkeit  in  der  Bewegung  nur  gewinnen
würden,  weil  dann  die  Ungleichheit  der  Kolbendrucke  zu  Anfang
und  zu  Ende  des  Hubes  durch  die  bei  gesteigerter  Geschwindigkeit ­
  erhöhte  Wirkung  der  Trägheit  der  schwingenden  Massen
um  so  vollkommener  ausgeglichen  werden  würde.
Nicht  so  vortheilhaft  wäre  bei  Ein-Cylinder-Maschinen  die
Erhöhung  der  Dampfspannung  über  das  gegenwärtige  Maximum
von  6  Atm.  Ueberdruck;  denn  obgleich  von  der  Theorie  gebilligt,
unterlässt  man  aus  Rücksicht  auf  den  wegen  Undichtheit  des
Kolbens  mit  dem  Wachsen  der  Spannung  rapid  zunehmenden
Dampfverlust  eine  solche  Steigerung.  Es  wird  vielmehr  in  diesem
Falle  das  Ein-Cylinder-System  verlassen  und  die  Woolf’sche  Maschine ­
  vorgezogen.  Dieses  aus  mehrfachen  Gründen  angefochtene
System  erfreut  sich  nichts  destoweniger,  besonders  bei  hoher
Dampfspannung  und  Condensation  einer  sich  stetig  steigernden
Verbreitung.  Ganz  ausschliesslich  aber  beherrscht  es  das  Terrain
im  Schiffs  -  Maschinenbau;  denn  es  werden,  wenigstens  in  der
Handels-Marine,  sowohl  alle  neuen  Maschinen  nach  diesem  System*)

*)  Ala  Ursache  dea  liehen  Wirkungsgrades  einer  Woolfschen  Maschine
wird  ganz  besonders  der  namhaft  geringere  Dampfverlust  gegenüber  jenem
einer  gewöhnlichen  Maschine  betont;  ein  Factor,  der  sich  namentlich  bei
hoher  Dampfspannung  und  Condensation  fühlbar  macht.  Während  nämlich
bei  Ein-Cylinder-Maschinen  der  frisch  zutretende  Dampf  nur  durch  Einen
Kolben  vom  Condensator-Kaum  getrennt  ist  und  ein  Entweichen  desselben
durch  die  grosse  Spannungsdifferenz  dies-  und  jenseits  des  Kolbens  in  intensiver ­
  Weise  gefördert  wird,  ist  bei  Compaund-Maschinen  der  Volldruck-Dampf
im  kleinen  Cylinder  wenigstens  durch  zwei  Kolbendichtungen  vom  Condensator
  getrennt  und  der  Verlust  daher  um  so  geringer,  als  der  im  kleinen
Cylinder  verlorene  Dampf  im  grossen  noch  nutzbar  gemacht  wird.
Aber  auch  der  aus  der  vorzeitigen  Condensirung  des  arbeitenden
Dampfes  in  Folge  der  Abkühlung  an  den  Cylinderwänden  resultirende
Verlust  ist  bei  den  Woolfschen  Maschinen  geringer  als  bei  den  gewöhnlichen  :
            
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