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Full text: Bericht über die Weltausstellung zu Wien im Jahre 1873

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Sehr hiihsch und zu den besten Maschinen der Ausstellung 
gehörig, war die horizontale, 40pferdige Woolf-Masehine mit unter 
180° versetzten Kurbeln, welche die genannte Gesellschaft in der 
Maschinen-Halle zur Ausstellung brachte. Die beiden in einem 
Stücke gegossenen Cylinder dieser Maschinen haben einen gemein 
schaftlichen, keilförmig zwischen denselben eingelagerten Ver- 
theilungs-Schieber und darauf gleitende Meier’sche Expansions- 
Schieber, welch letztere aber natürlich nur auf die Dampf-Ein 
strömung des kleinen Cylinders wirken. 
Eine neue und sehr interessante Anordnung zeigte die von 
Herrn Prof. J. F. Radinger in Wien construirte und von der 
Simmeringer Maschinenfabrik bei Wien ausgeführte Ein-Cylinder- 
M aschine, welche mit ihren eontinuirlich rotirenden Steuerhiihnen 
an Dingler’s Maschine erinnert; nur hat die erstgenannte drei 
solcher, u. z. seitlich des Cylinders in verticaler Stellung an 
gebrachter Steuerhähne, von welchen der mittlere die Ein- und 
die übrigen zwei die Ausströmung des Dampfes regeln. Auch die 
Einwirkung des Regulators auf die Expansion, gemäss welcher 
der Füllungsgrad inner den Grenzen OG und 0-6 schwankt, wurde 
durch eine der Dingler’schen ähnliche Construction erzielt. Ob 
übrigens diese Type auch lebensfähig ist, lässt sich trotz der 
ingenieusen Construction ihrer Details nicht gut sagen, denn die 
ganze Anlage sieht ziemlich complicirt aus. 
Russland war durch fünf zum Theil recht hübsche Dampf- 
Maschinen ganz gut vertreten. Sie zeigten, dass auch in diesem 
bis in die neueste Zeit der Maschinen - Industrie ziemlich fern 
stehenden Lande dieselbe einer allmäligen Entwicklung sich 
erfreut. 
III. Schiffs-Maschinen. 
Zu den leitenden Principien der Dampfmaschinen-Construc- 
tion kommen im Schiffs-Maschinenbau noch hinzu: gesteigerte 
Solidität und, unbeschadet der leichten Zugänglichkeit aller 
Maschinentheile und vollkommenen Manövrir-Fähigkeit der Ma-
	        
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