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MAK

Full text : Bericht über die Weltausstellung zu Wien im Jahre 1873

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fertig  bearbeiteten  Zustande  ein  Gewicht  von  9000  Kilogramm
besitzt.
Gerechtes  Erstaunen  erregte  der  vierflügelige  Schrauben-Propeller
  der  Gussstahl-Fabrik  des  ßochumer-Vereines,  welcher,
ein  Gussstahlstück  bildend,  9000  Kilog.  wiegt.
IV.  Halbstationäre  Dampf-Maschinen  und  LocomobiIen.
Entsprechend  dem  Zwecke  dieser  Maschinen,  nicht  bleibend
an  einem  und  demselben  Orte  Arbeit  zu  verrichten,  haben  sich
Typen  herausgebildet,  welche  gegenwärtig  mit  nur  nebensächlichen ­
  Aenderungen  allgemein  festgehalten  werden.  Die  Ausstellung ­
  brachte  eine  riesige  Anzahl  von  Maschinen  dieser  Gattung,
welche  hauptsächlich  der  Landwirtschaft  (als  Locomobilen),  der
Klein-Industrie  und  dem  Gewerbe  (als  halbstationäre  Maschinen)
zu  dienen  bestimmt  sind  und  auch  demgemäss  construirt  waren  *).
Da  sich  der  Versendung  von  Locomobilen  auf  weite  Strecken
nur  geringe  Transport  -  Schwierigkeiten  entgegenstellen,  so  hat
England,  ganz  entsprechend  seiner  immensen  Produotionskraft,
in  diesem  Genre  unter  allen  Ländern  am  reichsten  ausgestellt.
Die  westliche  Agricultur-Halle  glich  förmlich  einer  Remise  für
Locomobilen,  so  vollgefüllt  war  sie  von  Englands  Maschinen  der
genannten  Gattung.  Neuerungen  fanden  sich  an  denselben  aber
nur  wenige  vor.  England  findet  es  noch  immer  besser,  Cylinder-*)
  Sie  alle  besitzen  als  wesentlichste  Eigenschaften:  Einfachheit  in  der
f'onstructiou,  geringe  Raumbeanspruchung  und,  um  sie  transportabel  und
leicht  aufstellbar  zu  machen,  eine  gemeinschaftliche  Lagerung  von  Kessel  und
Maschine  auf  einem  eisernen  oder  hölzernen  Rädergestelle  oder  einem  fixen
Rahmen.  Die  Kessel  sind  durchwegs  Röhren-Kessel  mit  innerer  Feuerung,
bei  halbstationären  Maschinen  meist  in  verticaler,  hei  Locomobilen  in  horizontaler ­
  Anordnung.  Die  Maschinen  sind  direct  oder  indirect  an  den  Kessel
befestigt,  bei  den  Locomobilen  aber  auch  neben  dem  Kessel  separat  auf  den
Rahmen  gelagert  und  zeigen  die  einfachste  Construetion.  Das  Woolf-System
kommt  mit  Recht  nur  ausnahmsweise  vor;  die  Expansion  ist  bei  seltener
Anwendung  von  eigenen  Expansions-Schiebern  nur  innerhalb  beschränkter
Grenzen  veränderlich.  Der  Regulator  wirkt  meist  auf  die  Drosselklappe,
höchst  selten  auf  die  Expansion.  Alle  sind  mit  einem  mehr  oder  minder
vollkommen  fniictionirenden  Vorwärmer  versehen.
            
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