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Full text: Bericht über die Weltausstellung zu Wien im Jahre 1873

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Maschine hat ein den Kost tragendes Feuerrohr, welches in der 
Mitte desselben endigt und seine gerade Fortsetzung in einem 
m gleicher Richtung bis zum Rauchbasten laufenden Röhren- 
Systeme findet. Der Heiz-Apparat ist ausziehbar. Cylinder und 
Dom sind ein Gussstück; die Sicherheits-Ventile auf der Decke 
des letzteren. Die Schieberstange ist zugleich Kolben der Speise- 
Pumpe. 
Die sächsische Dampfschiff- und Maschinenbau-Anstalt in 
Dresden baut Maschinen, welche im Principe und in ihrer äus 
seren Anordnung den Lachapelle’schen vollkommen ähnlich sind; 
nnr sin(1 hei ihren Kesseln die grösseren schmiedeisernen Siede- 
rohren durch je ein Büschel von 6 engen Messingröhren ersetzt. 
Die renommirte Fabrik Humboldt (vormals Sievers & Comp.) 
in Kalk bei Deutz am Rhein ordnet die Maschinen getrennt vom 
verbalen Kessel (mit horizontalen Querröhren) auf dreieckigen 
Ständern an. 
Köbnei & Kanty in Breslau lagern die Maschinen horizontal 
zu Fussen des Field’schen Kessels auf die gemeinschaftliche 
Grundplatte. Die Kolbenstange ist jenseits des Kreuzkopfes fort 
gesetzt und dient hier, darin zugleich ihre Führung findend, 
als Kolben der Speisepumpe. Die Bleuelstange ist, um dieser 
Anordnung Raum zu bieten, gabelförmig construirt. Der Ver- 
theilungs-Excenter sitzt auf einer Gegenkurbel und kann, behufs 
Umkehrung des Maschinenganges von Hand mittels eines bei 
den Locomobilen von Robey & Comp, beschriebenen Keilpaares 
umgestellt werden. 
Eine den Obigen ganz ähnliche Anordnung haben auch die 
halbfixen Maschinen von Scharrer & Gross in Nürnberg. Sie 
bringen jedoch, und mit Recht, die Field’schen Kessel nur unter 
der Voraussetzung eines reinen, kalkfreien Speisewassers in An 
wendung und ersetzen sie bei unreinem Kesselwasser durch 
Lachapelle’sche Kessel. Diese Maschinen sind auch mit einem 
vom Exhaust-Dampfe durchgezogenen Vorwärmer ausgestattet. 
Oesterreich stellte in ganz- und halblocomobilen Maschinen 
nur wenige aber gut gebaute Objecte aus. Die vorzügliche Güte 
des Materiales, aus welchem sie angefertigt sind, ist ein Vorzug,
	        
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