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Full text: Bericht über die Weltausstellung zu Wien im Jahre 1873

;uider stehenden Säulen bestehend vertreten, und wechselte eine 
solche Gruppe immer mit 3 einfachen, jedoch stärkeren Säulen ab. 
Der Betrieb der Gesammt-Transmission war durch 17 Dampf- 
Maschinen von 600 Pferden unterhalten und hatte jedes Land 
für die entsprechende Dampfbeschaffung ein selbstständiges Kessel 
haus. Die Dampf-Leitungsröhren mit den ausserhalb der Halle 
liegenden Absperr-Ventilen, sowie die Wasserleitungsröhren für 
die Beschaffung des Wassers für die Kessel, wie für die Con- 
deusation von der Niederdruck-Wasserleitung aus befanden sich 
unterirdisch, und erwies sich die ganze Anordnung als durchaus 
praktisch und solid. 
In Folgendem sei nun der Krahnen und Hebvorrichtungen 
Erwähnung gethan, die grösstentheils bei der Aufstellung sowohl 
als bei der Abtragung der Maschinen functionirten. 
Besonders hervorragende Objecte sind die 4 in der Höhe 
befindlichen für den Dienst in der Maschinen-Halle ausgeführten 
baut kiahnen, welche mit ihren Bädern einerseits auf den äusseren 
Längen-Traversen des Transmissions - Gerüstes, andererseits auf 
den anderen Längen-Traversen laufen, welche von den an den 
Pfeilern des Mittelschiffes aufgestellten Säulen getragen werden*). 
Die beiden kleineren, aus schmiedeisernen Trägern gebildeten 
Laut ki ahnen, bei denen die Lasten mit Flaschenzug und mittelst 
Hand gehoben werden, lieferte Körösi in Graz, während die beiden 
grösseren, von der Transmission aus getriebenen, von L. Stucken 
holz in Wetter an der Ruhr angefertigt wurden. 
*) Ausführlicheres über die obenbeschriebene Transmissions- und Krahn- 
Anlage siehe ,Zeitschrift des Ing.- n. Arcli. Vereins“ 25. Jahrgang S. 137 
„Ueber den eisernen Centralbau für die Weltausstellung in 
Wien“ von Heinrich Schmidt, Ober-Ingenieur und Bau-Inspector. Dieser 
Bericht bringt in kritischer Weise die Projectsverfassung und Ausführung 
säimntlicher Eisen-Constructionen sowohl in dem Industrie-Palaste als auch 
in der Maschinenhalle zur Darstellung Die sehr eingehende Baubeschreibung 
wild durch in grossem Maasstabe ausgeführte Zeichnungen auf 10 Blättern 
illustrirt, und lenken wir die Aufmerksamkeit des Fachmannes hauptsächlich 
auf den höchst interessanten Vorgang bei der Montirung der Rotunde. 
Die Zeichnungen über Ansicht und Schnitt des Industrie-Palastes findet 
der geneigte Leser in dem X. Hefte des oben erwähnten Jahrganges. 
Die Red.
	        
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