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Full text: Bericht über die Weltausstellung zu Wien im Jahre 1873

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Eine nicht minder interessante neuerfundene Centrifugal- 
Pumpe, die Boulton & Imray’s Patent „Helical“-Pumpe, war von 
Brotkerhead & Hardingham in London ausgestellt. Diese eigen- 
thrtmlicke Pumpe, hauptsächlich anwendbar bei Lieferung grosser 
W asser-Quantitäten auf massige Höhen, besteht aus einem in 
Spiralform aufsteigendem runden Gehäuse, das auf der einen 
Seite das Saugrohr und nach einmaliger Umwindung auf der 
andern Seite das Druckrohr aufnimmt. In dem gemeinschaftlich 
inneren Kaum bewegt sich ein Schaufelrad mit etwas geneigten 
Schaufeln, das denselben vollständig ausfüllt, und saugt das 
Wasser in dem spiralförmigen Kanal einerseits ein, auf der an 
deren Seite wird dasselbe durch Drehung des Schaufelrades 
abgeschoben oder weitergedrückt. 
Die ausgestellte Pumpe hatte einen Kad-Durchmesser von 
36“; der Querschnitt des spiralförmigen Kaumes war 12" per 
6" und die Saug- und Druckrohre 12“ im Diameter. Die Pumpe 
wurde direct angetrieben von der „Paragon“-Drei - Cylinder- 
Dampfmaschine *) und lieferte bei massiger Geschwindigkeit 
3000 Gallons Wasser per Minute bei 1V4 Pferdekraft per Fuss 
Hubhöhe. 
Jen Abfluss der im Gehäuse angesammelten Luft versehen. Der Nutzeffect 
dieser Pumpe, von den Leitschaufeln bedingt, soll ein ziemlich grosser sein. 
*) We äusserst interessante Drei-Cyliuder-Maschine (vergleiche das 
über dieselbe im vorhergehenden Bericht S. 1S1 Gesagte. — Die Red.), deren 
Oylinder um eine gemeinschaftliche Kammer gleichförmig vertheilt sind, birgt 
in dieser Kammer die gemeinschaftliche Kurbel, welche die 3 Bleieistangen 
der Dampf-Kolben aufnimmt. In diese Kammer tritt nun der Dampf ein, 
geht durch ein mit der Kurbel-Achse sich drehendes Ventil, das mit 3 Kanälen 
in Verbindung steht, die, an den Dampf- Cylindern angegossen, am Ende 
derselben hinter den Kolben einmünden. Sobald sich die Kurbel dreht und 
die Kolben einmal drückend, das anderemal geschoben arbeiten, strömt der 
Dampf durch die betreffenden Dampf-Kanäle in die Cylinder, und der gear 
beitet habende Dampf entweicht durch das eigenthümlich kanalisirte Ventil 
ins Freie. Die Maschine, die mit oben erwähnter Rotations-Pumpe befestigt 
war, hatte Cylinder von 0“ Diam. und 8“ Hub, und wurde der Dampf auf 
-4 Füllung abgesperrt. Für den in der Dampf-Kammer arbeitenden Kurbel 
zapfen mit den ö Lagern der Bieielstangen haben sieb Phosphor-Bronzelager 
auf gehärteten Stahlzapfen am besten bewährt, die ohne Del nur durch den
	        
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