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Full text: Bericht über die Weltausstellung zu Wien im Jahre 1873

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In erster Linie sind es Englands Firmen (Powis, Ransome, 
Robinson, Worssam), welche mit ihren Maschinen, die durch 
solide Construction und praktische Ausführung und Anordnung 
der einzelnen Maschinentheile hervorragten, die erste Stelle ein- 
nahmen. Aber auch Deutschland, Frankreich und Oesterreich 
standen keineswegs hinter England zurück, und hatten in selbst 
ständigen nicht nachgeahmten Constructionen Musterhaftes ge 
leistet. Frankreich war durch die hervorragenden Firmen Arbey 
und Perin glänzend vertreten, sowie Deutschland durch Schmaltz, 
und mit einzelnen Maschinen durch die Chemnitzer Werkzeug- 
Maschinenfabrik (vormals Zimmermann) und die Sächsische 
Maschinenfabrik (früher Hartmann); während Oesterreich*) durch 
die Firmen: Topham, Pfaff & Fernau, Tuscher in Wien, sowie 
Ruston, Waniek in Brünn, Steffens in Goldenkron, Ganz in Ofen 
hervorragte. Aber auch Amerika excellirte durch eine Reihe 
äusserst sinnreicher und leicht eonstruirter Maschinen, welche 
die Bewunderung aller Fachmänner erregten. 
Die Sägen, welche nun in erster Reihe zur Beschreibung 
gelangen, waren in zahlreichen Exemplaren ausgestellt; vorzüg 
lich zeichneten sich die grossen Bundgatter-Sägen der österrei 
chischen Firmen: Waniek, Topham, Prager Maschinenbau-Anstalt, 
Erzh. Albrecht in Teschen und Steffens aus. Das Gatter, in zwei 
kräftig gehaltenen und gut fundamentirten Seitenständern geführt, 
wird durch zwei Bleuelstangen, welche dasselbe oberhalb seitlich 
fassen, in Bewegung gesetzt; der Baum, der sogleich mit der 
erforderlichen Anzahl Sägeblätter in seine Theile zerschnitten 
wird, ruht festgeklammert auf zwei kleinen Wagen und bewegt 
sich zwischen vier gerillten Walzen weiter, von denen die zwei 
unteren vor und hinter den Sägen fest sind, während die zwei 
oberen, welche den Baum festdrücken, sich verschieben lassen. 
Die Bewegung dieser Walzen ist eine gleichförmige, da sie von 
*) Diese rege Betheiligung der österreichischen Fabrikanten an der 
Vorführung von Holzbearbeitungs-Maschinen ist um so erfreulicher, als sie 
mit Rücksicht auf die Pariser Ausstellung, in welcher unser Land nur durch 
einige unbedeutende Maschinen vertreten war, eine grössere Entwicklung des 
betreffenden Industriezweiges beurkundet L*ie Red. 
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