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Full text: Bericht über die Weltausstellung zu Wien im Jahre 1873

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ein Pr Schaltwelle ausgeht. Die Schaltung selbst ist nicht eon- 
tinuirlich, sondern erfolgt stossweise und wird durch ein Fric- 
tionsrad eingeleitet*). 
Eine eigenthiimliche Anordnung hatte Steffens bei einer 
grossen Säge zur Anschauung gebracht. Diese bestand darin, 
dass das Gestell samrat Gatter eine um circa 20 n geneigte Stel 
lung einnahm. Es sollen derartig construirte Sägen exacter als 
gerade stehende arbeiten und bei möglichst geringem Kraftauf 
wand manche erhebliche Vortheile über das gerade System dar 
bieten —? 
Dieselbe Firma stellte auch eine sogenannte Universal- 
Säge aus, mit welcher nicht nur einseitig Blöcke gesägt werden 
können, sondern welche auch den Zweck hat, mit minutiöser 
Stellvorrichtung des seitlich angebrachten Schlittens durch 
Schrauben Fourniere zu schneiden, hauptsächlich solche, welche 
zur Fabrication von Parquetten oder von Limonienkistchen dienen. 
Zur Bearbeitung von vierkantigen Balken, so dass demnach 
das Gatter nur mit 2 bis 4 Sägblättern arbeitet, stellten Bansom, 
Schmaltz & Tuscher sehr compendiöse Balkensägen für Stämme 
lös zu 40™’ Dicke aus**). 
*) Da der Sägegatter-Bahmen eine Breite von circa 1 Meter hat, so 
kann die Säge auch zum Schneiden von 2 Stämmen ebensogut wie von einem 
grösseren gebraucht werden, und ist demgemäss auch darnach eingerichtet. 
Die Frage, ob der Baum während des Schnittes oder während des 
Leerganges der Sägblätter vorgeschoben werden soll, ist noch nicht ent 
schieden. Doch ist unstreitig das Schalten während des Schnittes vorzuziehen, 
da die Sägen nach dem Schnitte leer zurückgehen, ob sie lothrecht oder 
schief eingespannt sind, während im entgegengesetzten Falle dieselben, um 
leer zurückgehen zu können, um die Schnitt-Tiefe schief gestellt sein müssen. 
Ist nun der Vorschub geringer, so werden einzelne Zähne des Sägeblattes 
nicht zur Arbeit kommen, ist er grösser, so werden die Zähne streifen und 
Noth leiden. Beim Schalten während des Schnittes kommen aber alle Zähne 
zur Arbeit, welche in den Baum eindringen. 
**) Der Antrieb des Gatters geschieht ebenfalls von oben seitlich durch 
2 Bleuelstangen, während die Antrieb-Achse am unteren Theile des Haupt 
gestelles angebracht ist. Nur die beiden unteren gerifften Walzen, auf denen 
der Balken ruht, sind Schaltwalzen, während die oberen Druckwalzen durch 
ein Hebelgewicht auf den Balken niedergedrückt werden Derselbe wird vor
	        
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